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Dublins Stadtviertel - Druckversion

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Dublins Stadtviertel - an Goath - 10.10.2025

Dublin 1 (D1)Atmosphäre & Stadtbild: Altehrwürdig, aber etwas abgenutzt: Dublin 1 umfasst den Großteil des Stadtzentrums nördlich der Liffey und überzeugt mit charmanten Rissen im Putz und den Spuren vergangener Pracht. Die Straßen sind dicht bebaut, aber den Gebäuden sieht man ihre Jahre oft auch schon an. Es gibt Ecken mit hübschen, gepflegten Geschäftsfassaden und erhaltenen georgianischen und viktorianischen Gebäuden, aber auch Bereiche, die dringend saniert und renoviert werden müssten; großflächige Modernisierungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Stimmung lässt sich mit einem gedämpftem Optimismus umschreiben: die Menschen spüren und sehen auch anhand der Baustellen und des Straßenlärms die gesellschaftliche und wirtschaftliche Verwandlung, in der Irland sich befindet, doch der Wohlstand ist noch nicht überall wieder angekommen.

Straßen & markante Gebäude: Die Hauptverkehrsstraße, und somit auch das Rückgrat von D1, ist die O'Connell Street, gesäumt von Statuen und Monumenten. Die meisten Gebäude stammen jedoch aus den 1920ern und 1930ern, da durch den Osteraufstand 1916 ein Großteil der Straße zerstört wurde. Das Hauptpostamt (GPO) befindet sich jedoch immer noch dort. Wichtige weitere Straßen und Orte sind: Abbey Street (Einkaufsstraße, mit dem Independent House – Sitz großer Zeitungen inkl. Druckerei), Amiens Street (Durchgangsgebiet, führt zum Bahnhof Connolly Station), Capel Street, Dorset Street (Mix aus Wohnhäusern, Geschäften & Pubs – hoher Erneuerungsbedarf, aber auch viktorianische und georgianische Elemente sowie sozialer Wohnbau), Henry Street (Magnet für Einkäufer:innen – kleine Lebensmittelläden, Pubs und auch Fast-Food-Ketten sowie Druckereien, Reisebüros und Nachtcafés; hier ist auch der Tourismus spürbar), Mountjoy Square, Marlboro Street, North Wall, Parnell Street, Sheriff Street (heruntergekommenes 'Dockarbeiter'-Gebiet mit hoher Kriminalitätsrate; Armuts- sowie Drogenproblem), Sumerhill (primär dicht besiedeltes, sozial eher benachteiligtes Wohnviertel mit Nachkriegs-Wohnbau) und Talbot Street.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: In der O'Connell Street lassen sich mehrere bekannte Hotels finden: das ›Gresham Hotel‹ (est. 1927) und das ›Royal Dublin Hotel‹ (est. 1963). Seit 1922 kann im Kaufhaus ›Clerys‹ eingekauft werden und ab den 1970ern sprossen hier auch Billigläden und Burgerketten aus dem Asphalt. Viele kleinere Geschäfte in der Henry Street und entlang der Abbey Street sind familiengeführt; zwischen alteingesessenen Buchhandlungen und Pubs entstehen auch die ersten Internetcafés. Dienstleistungsbetriebe (Banken, Buchhalter und Anwälte, Reisebüros, Friseure, Apotheken, Kurierdienste, Druckereien) konzentrieren sich um O’Connell Street und Parnell Street und Parnell Square, während sich in Richtung North Wall und Sheriff Street die Zahl leerstehender Ladenlokale häuft.

Besonderheiten und Sonstiges: Dublin 1 befindet sich 1998 an der Schwelle zur Erneuerung: erste Vorboten des Celtic Tiger werden sichtbar, doch soziale Gegensätze prägen das Stadtbild weiterhin stark – ein Ort zwischen Verfall und Erneuerung. Während Henry Street und O’Connell Street vom neuen Konsumgeist profitieren, leiden Viertel wie Sheriff Street und Summerhill noch unter hoher Arbeitslosigkeit, Drogenproblemen und unzureichender Infrastruktur. Der Bahnhof Connolly Station bleibt ein zentraler Verkehrsknotenpunkt für den Pendelverkehr in den Norden und Westen des Landes und in der Nähe der Docks beginnen erste Sanierungs- und Entwicklungsprojekte.

Dublin 2 (D2)Atmosphäre & Stadtbild: Südlich der Liffey präsentiert sich D2 als das gepflegte Gegenstück zum nördlichen Stadtzentrum. Hier dominieren georgianische Reihenhäuser mit klar gegliederten Fassaden, symmetrischen Fenstern und farbigen Türen, deren Eleganz selbst dann bestehen bleibt, wenn der Putz erste Risse zeigt oder die Steinstufen vom täglichen Gebrauch abgetreten sind. Die Alterung der Bausubstanz ist sichtbar, doch sie wirkt weniger vernachlässigt als vielmehr würdevoll – als Teil eines historischen Selbstverständnisses.
Die Straßen sind geschäftig, ohne chaotisch zu erscheinen. Zwischen Regierungsangestellten, Studierenden des Trinity College, Tourist:innen und Geschäftsleuten herrscht ein stetiger, kontrollierter Strom aus Bewegung. Rund um den Merrion Square und St. Stephen’s Green liegen ruhigere Wohnviertel, deren repräsentative Stadthäuser heute häufig Kanzleien wie O'Donoghue & Partners, Agenturen oder diskrete Gesellschaften wie The Veil Society beherbergen. Auch The Garnet Room fügt sich in diese elegante, beinahe abgeschirmte Struktur ein.
D2 wirkt wohlhabend und stabil, jedoch nicht unangreifbar. Hinter den gepflegten Fassaden existieren auch hier Hinterhöfe und Nebenstraßen, in denen Renovierungsbedarf und soziale Unterschiede deutlicher hervortreten – wenn auch weniger offen als im Norden der Stadt.

Straßen & markante Gebäude: Die Grafton Street bildet das kommerzielle Herz des Bezirks und gilt 1998 als prestigeträchtigste Einkaufsstraße Dublins. Straßenmusiker, internationale Marken und traditionelle Einzelhändler prägen das Bild gleichermaßen.
Die Dame Street und die Nassau Street bündeln Büros, Finanzdienstleister und gehobene Geschäfte, während sich rund um College Green das akademische Zentrum mit dem Trinity College erstreckt.
Politisches Gewicht konzentriert sich in der Kildare Street mit dem Leinster House, Sitz des irischen Parlaments. In der Upper Merrion Street befinden sich zentrale Regierungsstellen, darunter der Sitz des Premierministers, das Finanzministerium und der Attorney General. Die National Library sowie das National Museum unterstreichen den kulturellen Anspruch des Bezirks.
Der Fitzwilliam Square markiert mit seinen repräsentativen Villen eine der exklusiveren Wohnlagen. Baggot Street und Pembroke Road bilden Übergänge zu gehobenen, aber weniger prunkvollen Mittelklasse-Wohngebieten.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Einzelhandel konzentriert sich primär auf die Grafton Street, während Dienstleistungsbetriebe und Büros verstärkt entlang der Dame Street und Nassau Street angesiedelt sind.
Hotels wie das ›Westbury‹ (est. 1984) und das ›Shelbourne Hotel‹ (est. 1824) prägen das internationale Erscheinungsbild des Viertels und ziehen Geschäftsreisende ebenso an wie Tourist:innen. Die Gastronomie bewegt sich überwiegend im gehobenen Preissegment; Restaurants, elegante Bars und traditionelle Pubs existieren nebeneinander, jedoch mit spürbarer Ausrichtung auf zahlungskräftiges Publikum.
D2 fungiert damit als wirtschaftlich stark frequentiertes Zentrum, das Verwaltung, Kultur, Tourismus und gehobenen Konsum miteinander verbindet.

Besonderheiten und Sonstiges: Im Jahr 1998 zeigt sich D2 als stabiler Kernbereich der Stadt mit konstantem Wohlstandsniveau. Erste wirtschaftliche Aufbrüche des Celtic Tiger sind hier deutlicher spürbar als in anderen Bezirken, jedoch noch nicht in jener Dynamik, die die folgenden Jahre prägen wird.
Kulturelle Einrichtungen, akademisches Leben und politische Macht verdichten sich auf engem Raum, wodurch D2 zugleich repräsentatives Aushängeschild und sensibles Machtzentrum ist.

Dublin 3 (D3)Atmosphäre & Stadtbild: Nördlich der Liffey gelegen, bildet D3 eine Übergangszone zwischen innerstädtischer Arbeitertradition und zunehmend etablierter Mittelschicht. Viertel wie Ballybough, North Strand und East Wall tragen noch deutlich den Nachhall ihrer industriellen Vergangenheit. Reihenhäuser aus den 1920er- bis 1950er-Jahren, schmale Vorgärten und dicht bebaute Straßenzüge prägen das Bild. Die Nähe zu ehemaligen Dock- und Industrieflächen ist spürbar – sowohl architektonisch als auch sozial.
Richtung Küste verändert sich das Erscheinungsbild. Clontarf, Marino und Dollymount wirken offener, ruhiger und gepflegter. Hier stehen ältere Villen, viktorianische Reihenhäuser und kleinere Apartmentblocks, die der etablierten Mittelschicht ein nahezu suburbanes Wohngefühl bieten. Die Nähe zur Dublin Bay verleiht dem Bezirk Weite und Luft, ohne ihn vollständig vom urbanen Gefüge zu lösen.
D3 ist 1998 weder strukturschwach noch aufstrebendes Prestigeviertel, sondern ein sozial gemischter Raum, in dem sich Arbeiterhaushalte, junge Familien und ältere Anwohner begegnen. Zwischen funktionalen Wohnblöcken und gepflegten Straßenzügen existiert ein stiller, aber sichtbarer Kontrast.

Straßen & markante Gebäude: Die North Strand Road fungiert als wichtige Verkehrsachse und verbindet D1 mit den nördlichen Vororten. Entlang der Küste zieht sich die Clontarf Road, die nicht nur Wohnlage, sondern auch Blickachse auf die Bucht ist.
Der Fairview Park bildet eine der wichtigsten Grünflächen des Bezirks und wird für Spaziergänge, Sport und Freizeit genutzt.
Marino geht auf ein Gartenstadtprojekt der 1920er-Jahre zurück und zeichnet sich durch kleinere Einfamilienhäuser mit klarer Struktur aus. Das ›Casino Marino‹ aus dem 18. Jahrhundert setzt einen historischen Akzent inmitten der Wohnbebauung.
In Clontarf finden sich größere Wohnhäuser und ältere Villen, während East Wall und North Strand noch die Spuren ehemaliger Industrie- und Dockgebiete tragen – funktional, teils renovierungsbedürftig, mit vereinzelten Lagerhallen und Gewerbeflächen.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Handel ist überwiegend nachbarschaftlich geprägt. Gemischtwarenläden, kleinere Supermärkte, Bäckereien und traditionelle Pubs dominieren das Bild. Entlang der Fairview Avenue und der Clontarf Road finden sich alteingesessene Geschäfte, die seit Jahrzehnten bestehen.
Größere Handelsketten treten 1998 erst vereinzelt auf und haben das Viertel noch nicht nachhaltig verändert. Die Nähe zum Hafen und zur Küste begünstigt einzelne Seafood-Restaurants, die vor allem am Wochenende Kundschaft anziehen. D3 wirkt insgesamt weniger kommerziell ausgerichtet als D1 oder D2, sondern stärker auf lokale Versorgung und Wohnqualität fokussiert.

Besonderheiten und Sonstiges: Sport spielt eine zentrale Rolle im sozialen Gefüge des Bezirks. In Clontarf sind Football- und Rugbyvereine ebenso präsent wie Aktivitäten der Gaelic Athletic Association. D3 gilt 1998 als stabiles, sozial durchmischtes Wohngebiet mit klarer Identität. Die Nähe zur Küste verleiht Teilen des Bezirks eine beinahe vorstädtische Ruhe, während andere Abschnitte noch von industrieller Vergangenheit und dichter Bebauung geprägt sind.

Dublin 4 (D4)Atmosphäre & Stadtbild: Südlich des Stadtzentrums und bis an die Küste reichend gilt D4 1998 als einer der privilegiertesten Bezirke Dublins. Viertel wie Ballsbridge, Donnybrook, Sandymount und Teile von Merrion und Pembroke zeichnen sich durch breite, baumgesäumte Straßen, gepflegte Vorgärten und großzügige Stadthäuser aus. Georgische und viktorianische Bausubstanz ist hier nicht nur erhalten, sondern meist sorgfältig instandgesetzt.
Das Straßenbild wirkt ruhiger, kontrollierter und weniger verdichtet als im Zentrum. Hohe Hecken, Mauern und diskrete Zufahrten schaffen Abstand – nicht nur architektonisch, sondern auch sozial. Hier lebt das alte Geld neben jungen Akademikern, Juristen, Unternehmern und diplomatischen Vertretern. Die Atmosphäre ist bürgerlich-konservativ, stabil und von einem Selbstverständnis geprägt, das weder laut noch demonstrativ auftreten muss.
Gleichzeitig existieren Übergangszonen. In Ringsend und Teilen von Irishtown ist die industrielle Vergangenheit noch sichtbar. Arbeiterhäuser, Lagerflächen und funktionale Bauten stehen hier in deutlichem Kontrast zu den repräsentativen Straßenzügen weiter südlich. D4 ist daher nicht homogen, sondern sozial differenziert – auch wenn der dominierende Eindruck Wohlstand bleibt.

Straßen & markante Gebäude: Die Lansdowne Road Station – mit dem angrenzenden Stadion – ist ein zentraler Anlaufpunkt für Rugby- und Fußballveranstaltungen und bringt an Spieltagen ein anderes, lauteres Publikum in den sonst ruhigen Bezirk.
Die Merrion Road gilt als diplomatische Achse; zahlreiche Botschaftsgebäude und Residenzen befinden sich hier. Elgin Road und Ailesbury Road zählen zu den prestigeträchtigsten Adressen der Stadt, häufig abgeschirmt durch Mauern und Tore.
Hotels wie das ›Jury’s Hotel Ballsbridge‹ (est. 1972) beherbergen Geschäftsreisende und internationale Gäste. Die RTÉ Studios in Montrose markieren den medienpolitischen Schwerpunkt des Bezirks.
Entlang der Strand Road in Sandymount öffnet sich der Blick auf die Dublin Bay. Morehampton Road, Donnybrook Road und Sandymount Green bieten kleineren Einzelhandel und lokale Dienstleister. Die Royal Dublin Society (RDS) fungiert als bedeutendes Messe- und Veranstaltungsgelände mit nationaler Reichweite.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Im Vergleich zu innerstädtischen Bezirken ist die gewerbliche Nutzung zurückhaltender. Größere Industriebetriebe fehlen weitgehend. Stattdessen dominieren kleinere Fachgeschäfte, Boutiquen, Arztpraxen, Kanzleien sowie gehobene Restaurants, Cafés und Teestuben.
Die Gastronomie richtet sich weniger an Laufkundschaft als an ein etabliertes Publikum. Diskretion und Beständigkeit stehen im Vordergrund, nicht Experiment oder Szenecharakter.

Besonderheiten und Sonstiges: D4 steht 1998 für Wohlstand, Stil und internationales Prestige. Zahlreiche Botschaften – darunter die der USA, Italiens und Spaniens – unterstreichen die außenpolitische Bedeutung des Bezirks. Gleichzeitig lebt hier eine wachsende Gruppe junger Akademiker und Unternehmer, die vom beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung profitieren.

Dublin 5 (D5)Atmosphäre & Stadtbild: Im Nordosten der Stadt gelegen, zeigt sich D5 als klassisches, überwiegend stabiles Wohngebiet zwischen Arbeiter- und Mittelschicht. Viertel wie Artane, Harmonstown und Raheny bestehen vor allem aus Reihenhausstraßen mit kleinen Vorgärten, niedrigen Zäunen und funktionaler Nachkriegsarchitektur. Die Bebauung ist gepflegt, jedoch ohne repräsentativen Anspruch.
Die Nähe zur Küste verleiht dem Bezirk eine offene, beinahe vorstädtische Atmosphäre. Frische Seeluft, breitere Straßen und vereinzelte Grünflächen sorgen für ein ruhigeres Gesamtbild als in den innerstädtischen Postcodes. D5 wirkt 1998 nicht wohlhabend, aber gefestigt. Viele Häuser sind seit Jahrzehnten in Familienbesitz; die Bewohnerstruktur ist geprägt von Familien und älteren Anwohnern, die hier langfristig verwurzelt sind. Soziale Probleme treten weniger offen zutage als in Teilen des nördlichen Zentrums.

Straßen & markante Gebäude: Die Howth Road bildet die zentrale Verkehrsachse durch Raheny und Harmonstown und verbindet den Bezirk mit dem Stadtzentrum. Ergänzt wird sie durch die Artane Road sowie die Station Road in Harmonstown.
Wohnstraßen wie die Clonmore Road und die Shandon Road in Artane stehen exemplarisch für das typische Straßenbild: gleichmäßige Reihenhäuser, kleine Gärten, wenig Durchgangsverkehr.
Grünflächen wie der Raheny Park und insbesondere der weitläufige St. Anne’s Park prägen das Freizeitverhalten vieler Bewohner:innen. Die Bahnstation in Harmonstown bindet den Bezirk direkt an das Stadtzentrum an und erleichtert Pendelbewegungen.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Handel ist klar nachbarschaftlich organisiert. Kleine Lebensmittelläden, Bäckereien, Apotheken und traditionelle Pubs dominieren das Angebot. Größere Supermärkte sind 1998 vorhanden, jedoch nicht flächendeckend oder dominierend.
Der Einzelhandel konzentriert sich entlang der Artane Church Road und der Howth Road. Historische Monumente oder repräsentative Bauten fehlen weitgehend; stattdessen prägen Schulen, Kirchen und Wohnanlagen das Bild. Gastronomisch überwiegen lokale Restaurants und einfache Imbisse. Szenecharakter oder touristische Ausrichtung spielen kaum eine Rolle.

Besonderheiten und Sonstiges: D5 gilt 1998 als familienfreundlich und sozial stabil. Die grundlegende Mittelschichtstruktur sorgt für ein vergleichsweise ruhiges Umfeld mit geringerer Kriminalitätsrate als in manchen innerstädtischen Bezirken.
Der Bezirk ist wenig kommerzialisiert und kaum von großflächiger wirtschaftlicher Umstrukturierung betroffen. Während andere Teile Dublins vom beginnenden Aufschwung des Celtic Tiger sichtbar verändert werden, bleibt D5 in seiner Struktur weitgehend konstant.

Dublin 6 (D6)Atmosphäre & Stadtbild: Südlich des Zentrums gelegen zählt D6 1998 zu den gehobeneren, akademisch geprägten Wohngegenden der Stadt. Viertel wie Dartmouth (Darty), Ranelagh, Rathmines, Rathgar und Sandford sind dicht bebaut, wirken jedoch gepflegt und strukturiert. Baumgesäumte Straßen, kleine Grünflächen und ein regelmäßiges Straßenraster prägen das Bild.
Die Bebauung besteht aus einer Mischung aus georgianischen Stadthäusern, größeren viktorianischen Wohnhäusern, Reihenhäusern und vereinzelten Villen. Viele Gebäude wurden in Apartments oder Wohngemeinschaften umgewandelt, was dem Bezirk einen lebendigen, aber kontrollierten Charakter verleiht.
D6 ist deutlich akademisch geprägt. Studierende, Dozent:innen, Ärzt:innen, Jurist:innen und Kulturschaffende wohnen hier nebeneinander. Die Nähe zu Universitäten und Colleges sorgt für eine konstante, jedoch wenig aufdringliche Fluktuation. Anders als in innerstädtischen Bezirken dominiert hier kein wirtschaftlicher Druck, sondern eine gewisse intellektuelle Selbstverständlichkeit.

Straßen & markante Gebäude: Die Rathmines Road bildet eine zentrale Achse mit dichter Bebauung und vielfältiger Nutzung. Ranelagh Village fungiert als kleiner, aber eigenständiger Ortskern mit klarer Nachbarschaftsstruktur. Straßen wie die Orwell Road oder die Palmerston Road zeigen die ruhigeren, wohnorientierten Abschnitte des Bezirks. Kleinere Parks und kirchliche Einrichtungen verteilen sich über das Gebiet.
Die Verkehrsanbindung ist 1998 gut, wenn auch überwiegend busbasiert; Bahnstationen befinden sich eher in Randbereichen.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Einzelhandel ist lokal geprägt und überwiegend gehoben. Kleine Buchhandlungen, Delikatessengeschäfte, Cafés und Fachgeschäfte dominieren das Straßenbild entlang der Rathmines Road und in Ranelagh.
Großflächiger Einzelhandel fehlt weitgehend. Stattdessen bestimmen unabhängige Läden und etablierte Familienbetriebe das Angebot. Die Gastronomie bewegt sich zwischen traditionellen Pubs und ruhigeren Restaurants, die ein bildungsnahes Publikum ansprechen.

Besonderheiten und Sonstiges: D6 gilt 1998 als beliebte Wohngegend für Familien und Akademiker:innen. Das soziale Gefüge ist stabil, das Kriminalitätsniveau vergleichsweise niedrig. Der beginnende wirtschaftliche Aufschwung zeigt sich hier eher in steigenden Immobilienpreisen als in sichtbaren Neubauten. D6 wirkt weniger im Wandel als in kontinuierlicher Konsolidierung – gebildet, bürgerlich und mit einer klaren kulturellen Identität.

Dublin 6West (D6W)Atmosphäre & Stadtbild: Westlich an D6 angrenzend präsentiert sich D6W als ruhigere, stärker wohnorientierte Erweiterung. Gebiete wie Wellington, Rossmore und Glendown sind geprägt von Reihenhäusern, freistehenden Einfamilienhäusern und kleineren Villen mit deutlich sichtbarem Grünanteil. Das Straßenbild ist weniger dicht als im östlichen D6. Gärten sind größer, Grundstücke breiter, der Verkehr ruhiger. Die soziale Struktur bewegt sich im Bereich der gehobenen Mittelklasse. Auch hier ist der akademische und kulturelle Einfluss spürbar, jedoch zurückhaltender und stärker familienorientiert.

Straßen & markante Gebäude: Zentrale Wohnachsen verbinden D6W mit Rathmines und den südlichen Ausfallstraßen. Öffentliche Einrichtungen, Schulen und kleinere Kirchen prägen die Struktur stärker als kommerzielle Zentren. Markante Einzelgebäude treten weniger hervor; stattdessen dominiert das Gesamtbild ruhiger Wohnstraßen mit klarer, funktionaler Struktur.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Kommerzielle Zentren sind selten und klein gehalten. Das Angebot konzentriert sich auf lokale Dienstleistungen wie Banken, Arztpraxen, Kanzleien und kleinere Geschäfte des täglichen Bedarfs. Die Gastronomie ist überschaubar und eher nachbarschaftlich geprägt. Größere Restaurants oder touristische Anziehungspunkte fehlen.

Besonderheiten und Sonstiges: D6W gilt 1998 als familienfreundliche, sichere Wohngegend mit geringer Kriminalitätsrate.
Der wirtschaftliche Aufschwung zeigt sich hier hauptsächlich indirekt durch stabile Immobilienwerte und eine konstante Nachfrage. Während andere Bezirke stärker durch Handel oder Politik geprägt sind, definiert sich D6W über Ruhe, Beständigkeit und Wohnqualität.

Dublin 7 (D7)Atmosphäre & Stadtbild: Nördlich von D1 gelegen, zeigt sich D7 1998 als sozial und architektonisch gemischter Bezirk zwischen Wohnen, Gewerbe und industriellem Nachhall. Viertel wie Stoneybatter, Smithfield, Grangegorman, Phibsborough und Cabra bilden kein homogenes Gesamtbild, sondern wechseln zwischen dichter Wohnbebauung, Sozialwohnungen und ehemaligen Industrieflächen.
Teile des Bezirks wirken abgenutzt: Fassaden mit bröckelndem Putz, leerstehende Lagerhallen und funktionale Wohnblocks prägen das Straßenbild. Gleichzeitig existieren Abschnitte mit georgianischen Häusern und stabiler Mittelklasse, insbesondere in ruhigeren Wohnstraßen von Phibsborough oder Stoneybatter.
D7 befindet sich 1998 in einem Übergangszustand. Der industrielle Charakter ist noch präsent, doch erste Zeichen struktureller Veränderungen sind sichtbar. Der Bezirk wirkt weder vollständig vernachlässigt noch erneuert – sondern in Bewegung.

Straßen & markante Gebäude: Das Gebiet rund um Smithfield bildet einen markanten Kern mit Marktfläche und städtischen Wohnblöcken. Die Umgebung ist funktional, teilweise rau, aber zentral gelegen. Industriehallen und kleinere Gewerbebetriebe finden sich verstreut zwischen Wohnhäusern. Georgische Bausubstanz steht hier neben Sozialwohnungen und neueren Zweckbauten.
Straßen wie die North Circular Road und die Phibsborough Road fungieren als wichtige Verkehrsachsen und verbinden den Bezirk mit dem Zentrum sowie den nördlichen Vororten.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Handel ist überwiegend lokal ausgerichtet. Kleine Lebensmittelgeschäfte, traditionelle Pubs und einfache Dienstleister dominieren das Angebot. Entlang stärker frequentierter Straßen finden sich Autowerkstätten, Baumärkte, kleinere Supermärkte und Handwerksbetriebe. Szeneorientierte Gastronomie ist 1998 noch kaum vorhanden; stattdessen prägen bodenständige Pubs und Imbisse das Bild.

Besonderheiten und Sonstiges:D7 gilt 1998 als sozial durchmischter Bezirk mit vergleichsweise moderaten Mieten. Erste Sanierungsprojekte und Investitionen deuten auf einen möglichen kulturellen Wandel hin, sind jedoch noch nicht prägend für das Gesamtbild. Der Bezirk steht zwischen industrieller Vergangenheit und vorsichtiger Erneuerung. Während einige Straßenzüge bereits von neuen Bewohnergruppen entdeckt werden, bleibt D7 insgesamt funktional, arbeitsnah und deutlich weniger repräsentativ als die südlichen Wohngebiete.

Dublin 8 (D8)Atmosphäre & Stadtbild: Südwestlich des Stadtzentrums gelegen, zeigt sich D8 1998 als stark gemischter Bezirk zwischen industrieller Vergangenheit, klassischer Arbeiterstruktur und ersten vorsichtigen Erneuerungsansätzen. Viertel wie Dolphins Barn, Portobello, The Coombe, South Circular Road, Kilmainham, Inchicore, Rialto und die Clanbrassil Street bilden ein heterogenes Gefüge aus alten Fabrikgebäuden, Sozialwohnanlagen und georgianischen Reihenhäusern.
Teile des Bezirks wirken rau und dicht bebaut. Backsteinfassaden, umgenutzte Industriehallen und funktionale Wohnblocks prägen das Bild. Gleichzeitig existieren entlang der South Circular Road oder in Portobello architektonisch anspruchsvollere Straßenzüge mit historischer Bausubstanz.
Die Stimmung ist urban, teilweise angespannt, jedoch nicht strukturlos. Erste Sanierungsmaßnahmen sind sichtbar, vor allem in zentrumsnahen Abschnitten. D8 befindet sich 1998 in einem Zustand zwischen Tradition und vorsichtiger Neuorientierung.

Straßen & markante Gebäude: Kilmainham besitzt hohe historische Bedeutung. Das ehemalige Gefängnis Kilmainham Gaol, heute Museum, erinnert an zentrale politische Umbrüche Irlands und verleiht dem Bezirk eine symbolische Schwere.
Das St. James’s Hospital, an der Grenze zu D20 gelegen, fungiert als bedeutendes medizinisches Zentrum mit entsprechendem Pendelverkehr.
Die South Circular Road bildet eine wichtige Verkehrsachse, die verschiedene Teilbereiche miteinander verbindet. Ehemalige Industrieflächen in Inchicore und Rialto unterstreichen den arbeitsgeprägten Charakter des Bezirks.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Handel ist überwiegend lokal und funktional organisiert. Kleine Supermärkte, Handwerksbetriebe, Werkstätten und traditionelle Pubs prägen das Straßenbild. Entlang der Clanbrassil Street und in Portobello finden sich vereinzelt Cafés und Restaurants, die bereits ein gemischteres Publikum anziehen. Eine durchgehende Kommerzialisierung ist 1998 jedoch noch nicht erkennbar.

Besonderheiten und Sonstiges: D8 gilt traditionell als arbeiterschaftlich geprägt. Die soziale Struktur ist durchmischt, jedoch nicht homogen. Teile des Bezirks weisen höhere Arbeitslosigkeit und infrastrukturellen Nachholbedarf auf, während andere Abschnitte zunehmend an Attraktivität gewinnen.
Historische Symbolik, industrielle Vergangenheit und gegenwärtige Umstrukturierung überlagern sich hier deutlich. D8 steht 1998 zwischen politischer Erinnerung, sozialer Realität und beginnendem Wandel – sichtbar, aber noch nicht abgeschlossen.

Dublin 9 (D9)Atmosphäre & Stadtbild: Nördlich des Zentrums gelegen, präsentiert sich D9 1998 als überwiegend mittelständisch geprägte Vorstadt mit klarer Wohnorientierung. Viertel wie Beaumont, Drumcondra, Elm Mount, Griffith Avenue, Santry und Whitehall bestehen aus älteren Wohngebieten der Zwischen- und Nachkriegszeit sowie später hinzugekommenem sozialen Wohnbau.
Das Straßenbild ist vergleichsweise geordnet: Reihenhäuser mit Vorgärten, breitere Alleen wie die Griffith Avenue und kleinere Parks schaffen eine offene Struktur. Dichte Innenstadtbebauung fehlt hier weitgehend, ebenso industrielle Dominanz.
D9 wirkt 1998 stabil und funktional. Die soziale Zusammensetzung ist gemischt, jedoch nicht stark polarisiert. Familien, Angestellte und Pendler prägen das Bild. Im Vergleich zu innerstädtischen Bezirken herrscht ein ruhigerer, stärker wohnbezogener Charakter.

Straßen & markante Gebäude: Die Griffith Avenue gilt als eine der längsten baumgesäumten Straßen Europas und bildet eine markante Achse durch den Bezirk. Drumcondra Road fungiert als wichtige Verkehrsverbindung ins Stadtzentrum. Das Beaumont Hospital stellt einen zentralen medizinischen Standort dar und beeinflusst die Infrastruktur durch Pendelverkehr und Dienstleistungsbetriebe im Umfeld.
Grünflächen, Sportplätze und kleinere Parkanlagen sind über das Gebiet verteilt und tragen zur vorstädtischen Atmosphäre bei.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Handel ist lokal ausgerichtet und konzentriert sich entlang der größeren Verkehrsachsen. Kleine Supermärkte, Apotheken, traditionelle Pubs und familiengeführte Geschäfte dominieren das Angebot. Großflächige Einkaufszentren fehlen innerhalb des Bezirks. Gastronomisch bewegt sich das Angebot im bodenständigen Rahmen – klassische irische Pubs, Imbisse und einzelne Restaurants ohne ausgeprägten Szenecharakter.

Besonderheiten und Sonstiges: D9 gilt 1998 als vergleichsweise ruhige, stabile Wohngegend mit moderater sozialer Durchmischung. Die Nähe zum Flughafen – insbesondere in Richtung Santry – beeinflusst Teile des Bezirks infrastrukturell, ohne ihn wesentlich zu prägen.
Der wirtschaftliche Aufschwung des späten Jahrzehnts zeigt sich hier weniger durch sichtbare Bauprojekte als durch stabile Eigentumsverhältnisse und konstante Nachfrage. D9 ist kein Bezirk des Umbruchs, sondern einer der Kontinuität – wohnorientiert, verlässlich und strukturell gefestigt.

Dublin 10 (D10)Atmosphäre & Stadtbild: Westlich des Zentrums gelegen, präsentiert sich D10 1998 als überwiegend arbeiterschaftlich geprägter Bezirk mit funktionaler Wohn- und Gewerbestruktur. Viertel wie Ballyfermot, Cherry Orchard und Kylemore bestehen aus Reihenhäusern, Sozialwohnanlagen und vereinzelten Gewerbeflächen.
Die Bebauung stammt größtenteils aus der Nachkriegszeit und ist zweckmäßig gehalten: schlichte Fassaden, kleine Gärten, klare Straßenraster. Dichte Innenstadtarchitektur fehlt, ebenso repräsentative Straßenzüge. Das Bild ist pragmatisch, nicht ästhetisch orientiert.
D10 wirkt 1998 sozial gemischt, jedoch mit sichtbaren wirtschaftlichen Belastungen. Teile des Bezirks – insbesondere rund um Cherry Orchard – sind von erhöhter Arbeitslosigkeit betroffen. Dennoch existiert eine stabile Nachbarschaftsstruktur, geprägt von Familien und langjährigen Bewohner:innen.

Straßen & markante Gebäude: Die Ballyfermot Road bildet die zentrale Achse des Bezirks und verbindet die einzelnen Wohnbereiche miteinander. Gewerbeflächen und kleinere Industrieeinheiten finden sich vor allem in Randlagen sowie entlang der Kylemore Road.
Wohnstraßen sind meist ruhig, mit klar abgegrenzten Wohnblöcken und kleineren Grünflächen. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Sportplätze und Gemeindezentren prägen die Struktur stärker als historische Monumente oder repräsentative Bauten.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Einzelhandel ist lokal organisiert. Kleine Supermärkte, Imbisse, traditionelle Pubs und Dienstleister des täglichen Bedarfs bestimmen das Angebot. Größere Einkaufszentren fehlen innerhalb des Bezirks; Bewohner:innen orientieren sich für umfassenderen Handel oft in Richtung Zentrum oder westliche Vororte. Gastronomisch überwiegen einfache Betriebe ohne touristische Ausrichtung.

Besonderheiten und Sonstiges: D10 gilt 1998 als sozial durchmischt, jedoch mit deutlich sichtbaren strukturellen Herausforderungen. Arbeitslosigkeit und begrenzte Investitionen beeinflussen Teile des Bezirks, ohne ihn jedoch vollständig zu destabilisieren.
Der beginnende wirtschaftliche Aufschwung Irlands ist hier nur verhalten spürbar. Während zentrale oder südliche Bezirke bereits von Investitionen profitieren, bleibt D10 vorerst überwiegend wohn- und arbeitsorientiert – funktional, bodenständig und ohne größere Umbrüche.

Dublin 11 (D11)Atmosphäre & Stadtbild: Nördlich des Zentrums gelegen, präsentiert sich D11 1998 als überwiegend ruhige Wohngegend mit klarer Vorstadtstruktur. Gebiete wie Ballygall, Cappagh, Cremore, Dubber, Finglas, Jamestown, Kilshane und Wadelai bestehen größtenteils aus Reihenhäusern und kleineren Einfamilienhäusern der Nachkriegszeit. Das Straßenbild ist funktional und übersichtlich. Breitere Wohnstraßen, kleinere Grünflächen und eine vergleichsweise lockere Bebauung verleihen dem Bezirk eine stabile, wenn auch wenig repräsentative Atmosphäre. Teile von Finglas sind sozial gemischt und weisen 1998 punktuell erhöhte Arbeitslosigkeit auf, während andere Abschnitte stärker mittelständisch geprägt sind. Insgesamt gilt D11 als bodenständige Wohnlage ohne größere wirtschaftliche Dynamik.

Straßen & markante Gebäude: D11 ist stärker von Wohn- und Alltagsinfrastruktur geprägt als von großen touristischen Landmarken. Schulen, Sportplätze und Gemeindezentren strukturieren den Bezirk. Naturflächen und kleinere Grünzüge sorgen für Auflockerung, ohne das Bild entscheidend zu dominieren.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Handel ist lokal organisiert und konzentriert sich auf kleine Einkaufszeilen und Supermärkte. Pubs, Bäckereien und einfache Restaurants prägen das Angebot. Größere Einkaufszentren oder gehobene Gastronomie fehlen weitgehend.

Besonderheiten und Sonstiges: D11 gilt 1998 als überwiegend mittelständisch geprägter Wohnbezirk mit vereinzelten sozialen Spannungen. Der wirtschaftliche Aufschwung ist hier nur verhalten spürbar. Die Struktur bleibt stabil, wohnorientiert und wenig kommerziell geprägt.

Dublin 12 (D12)Atmosphäre & Stadtbild: Südwestlich des Zentrums gelegen, weist D12 eine gemischte, teilweise sozial schwächere Struktur auf. Viertel wie Crumlin, Drimnagh, Bluebell, Walkinstown sowie Teile von Kimmage und Perrystown bestehen überwiegend aus Reihenhäusern, Sozialwohnanlagen und kleineren Gewerbeeinheiten.
Die Bebauung ist zweckmäßig und dicht, mit klaren Straßenzügen und wenig repräsentativen Elementen. D12 ist traditionell arbeiterschaftlich geprägt und trägt 1998 noch deutlich diesen Charakter. Gleichzeitig sorgt die Nähe zur Innenstadt für eine gute Anbindung, was dem Bezirk funktionale Stabilität verleiht.

Straßen & markante Gebäude: Kleinere Industrie- und Werkstattflächen verteilen sich über das Gebiet, insbesondere in Bluebell und entlang der südwestlichen Ausfallstraßen. Die Crumlin Road, Drimnagh Road und die Walkinstown Roundabout fungieren als wichtige Verkehrsachsen und verbinden D12 mit dem Zentrum sowie westlichen und südlichen Vororten.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Einzelhandel konzentriert sich auf kleinere lokale Einkaufsbereiche und Nachbarschaftsstraßen. Supermärkte, traditionelle Pubs und einfache Gastronomie dominieren das Angebot. Eine ausgeprägte touristische oder gehobene Infrastruktur ist nicht vorhanden; das Viertel ist klar wohn- und alltagsorientiert.

Besonderheiten und Sonstiges: D12 gilt 1998 als sozial gemischtes Arbeiterviertel mit stabiler Nachbarschaftsstruktur. Wirtschaftliche Belastungen sind sichtbar, jedoch nicht flächendeckend. Die gute Erreichbarkeit des Zentrums wirkt ausgleichend und macht den Bezirk trotz begrenzter Investitionen attraktiv für langjährige Bewohner:innen.

Dublin 13 (D13)Atmosphäre & Stadtbild: An der nordöstlichen Küste gelegen, verbindet D13 städtische Vororte mit maritimer Prägung. Gebiete wie Baldoyle, Bayside, Donaghmede, Sutton, Howth und Baily zeigen eine sozial gemischte Struktur aus älteren Wohnvierteln, Nachkriegsbauten und küstennahen, teils wohlhabenderen Straßenzügen. Die Nähe zur See bestimmt das Stadtbild deutlich. Offene Landschaft, Hafenanlagen und Küstenstraßen verleihen dem Bezirk eine Weite, die in anderen Postcodes fehlt. D13 reicht sozial vom Mittelstand bis in wohlhabendere Küstenlagen, insbesondere in Howth und Sutton.

Straßen & markante Gebäude: Der Hafen von Howth bildet einen zentralen Orientierungspunkt. Küstenstraßen verbinden die einzelnen Teilgebiete miteinander. Wohngebiete wechseln zwischen dichter Bebauung und offener, villenähnlicher Struktur.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Fischereibetriebe und Hafenwirtschaft prägen Teile des Handels. Entlang des Hafens und der Küstenbereiche finden sich Seafood-Restaurants und kleinere Geschäfte. Inlandbereiche sind stärker wohnorientiert und nachbarschaftlich organisiert.

Besonderheiten und Sonstiges: D13 gilt 1998 als sozial gemischt, mit deutlichen Wohlstandsgefällen zwischen küstennahen und inneren Wohngebieten. Die maritime Lage prägt Identität und Freizeitverhalten.

Dublin 14 (D14)Atmosphäre & Stadtbild: Südlich gelegen zählt D14 zu den gehobenen, ruhigen Wohngebieten der Stadt. Viertel wie Churchtown, Dundrum, Goatstown, Roebuck, Windy Arbour und Clonskeagh bestehen aus Einfamilienhäusern, georgianischen Gebäuden und gepflegten Wohnstraßen mit kleiner Parkstruktur.
Die Atmosphäre ist stabil und gut situiert, ohne den repräsentativen Anspruch von D4. Familien, Akademiker:innen und Angestellte prägen das Bild.

Straßen & markante Gebäude: Das Gelände des späteren Dundrum Town Centre befindet sich 1998 noch in Entwicklung und stellt eine kommende strukturelle Veränderung dar, ist jedoch noch nicht prägend. Straßen wie die Churchtown Road oder Dundrum Road verbinden den Bezirk mit dem Zentrum.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Einzelhandel ist lokal organisiert, ergänzt durch kleinere Einkaufsbereiche in Dundrum. Cafés, Fachgeschäfte und Dienstleister prägen das Angebot.

Besonderheiten und Sonstiges: D14 gilt 1998 als stabile, ruhige und gut situierte Wohnlage mit steigender Attraktivität im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs.

Dublin 15 (D15)Atmosphäre & Stadtbild: Am nordwestlichen Stadtrand gelegen, zeigt sich D15 als suburban geprägter Bezirk mit Siedlungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Gebiete wie Blanchardstown, Castleknock, Clonsilla, Corduff, Mulhuddart und Coolmine verbinden Reihenhäuser mit moderneren Wohnanlagen.
Während Castleknock gehobener wirkt, sind andere Teile stärker mittelständisch oder sozial gemischt geprägt. D15 steht 1998 für suburbanes Wachstum.

Straßen & markante Gebäude: Das 1996 eröffnete Blanchardstown Centre bildet das wirtschaftliche Herz des Bezirks und gilt als größtes Einkaufszentrum im Westen Dublins.Verkehrsanbindungen führen direkt ins Zentrum und zu umliegenden Industriegebieten.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Blanchardstown weist eine hohe Dichte an Einzelhandel, Dienstleistungsbetrieben und Bürogebäuden auf. Abseits davon bleibt der Bezirk wohnorientiert.

Besonderheiten und Sonstiges: D15 gilt 1998 als wachsende Mittelschichtregion mit suburbanem Charakter. Während Blanchardstown wirtschaftliche Dynamik erzeugt, bleiben viele Wohnstraßen ruhig und familienorientiert.

Dublin 16 (D16)Atmosphäre & Stadtbild: Südwestlich gelegen, präsentiert sich D16 als familienfreundliche Vorstadt mit überwiegender Mittelschichtstruktur. Gebiete wie Rathfarnham, Templeogue, Terenure, Greenhills, Perrystown und Knocklyon bestehen aus Nachkriegsbauten sowie Neubaugebieten der 1980er-Jahre.
Die Straßen sind ruhig, Gärten großzügiger als in innerstädtischen Bezirken. D16 wirkt gefestigt und wenig konflikthaft.

Straßen & markante Gebäude: Wichtige Verbindungen führen über die Rathfarnham Road und Templeogue Road ins Zentrum. Grünflächen und kleinere Sportanlagen ergänzen das Wohnbild.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Lokale Einkaufsbereiche und Supermärkte sichern die Grundversorgung. Gastronomie und Handel sind nachbarschaftlich organisiert.

Besonderheiten und Sonstiges: D16 gilt 1998 als stabile, überwiegend mittelständische Wohnlage mit guter Anbindung und geringer Kriminalitätsrate. Wirtschaftliche Dynamik zeigt sich eher indirekt durch konstante Nachfrage nach Wohnraum.

D17, D18 und D19 sind im Jahr 1998 noch nicht existent.

Dublin 20 (D20)Atmosphäre & Stadtbild: Am westlichen Rand des inneren Dublins gelegen, verbindet D20 1998 kleinstädtische Strukturen mit urbaner Nähe. Chapelizod und Palmerstown bilden den Kern des Bezirks und zeigen eine Mischung aus Reihenhäusern, kleineren Einfamilienhäusern und älteren Arbeiterhäusern. Die Straßen sind breiter und grüner als in innerstädtischen Vierteln. Vorgärten, kleine Parks und eine lockerere Bebauung prägen das Bild. Sozial ist der Bezirk durchmischt, jedoch überwiegend mittelständisch. D20 wirkt stabil, ruhig und wohnorientiert, ohne repräsentativ zu erscheinen.

Straßen & markante Gebäude: Die Nähe zum Phoenix Park und zur Liffey prägt das Umfeld deutlich. D20 profitiert von großen Grünräumen in direkter Reichweite sowie von den Ausfallstraßen Richtung Zentrum und Westen. Das St. James’s Hospital liegt nicht im Bezirk, spielt jedoch als Arbeitsplatz- und Pendelziel eine Rolle – insbesondere über die Busverbindungen, die Chapelizod/Palmerstown an die südwestlichen innerstädtischen Bereiche anbinden.
Der Bezirk wirkt dadurch gut angeschlossen, ohne selbst ein Verkehrsknotenpunkt zu sein. Je nach Strecke und Tageszeit liegt die Busfahrzeit ins Zentrum 1998 meist zwischen 25 und 40 Minuten.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Der Handel ist lokal organisiert. Kleine Supermärkte, traditionelle Pubs und Dienstleister des täglichen Bedarfs dominieren. Großflächige Einkaufszentren fehlen; die Versorgung erfolgt nachbarschaftlich.

Besonderheiten und Sonstiges: Sportvereine, insbesondere im Bereich GAA und Fußball, spielen eine wichtige Rolle im sozialen Gefüge. D20 gilt 1998 als stabile, wenig konflikthafte Vorstadtlage mit guter Anbindung, einem spürbaren Naturbezug durch Phoenix Park und Flussnähe sowie einer historischen Dorfkern-Atmosphäre in Teilen von Chapelizod.

D21 ist im Jahr 1998 noch nicht existent.

Dublin 22 (D22)Atmosphäre & Stadtbild: Am westlichen Stadtrand gelegen, weist D22 1998 einen deutlich vorstädtischen, teils dörflichen Charakter auf. Viertel wie Bawnogue, Clondalkin, Neilstown und Teile von Lucan bestehen aus Sozialwohnungen, Arbeiterhäusern und Reihenhaussiedlungen. Die Bebauung ist funktional und weniger prestigeträchtig, jedoch familienorientiert und preislich zugänglicher als südliche Wohnlagen. Der Bezirk wirkt bodenständig und strukturell gewachsen.

Straßen & markante Gebäude: Straßen wie die Neilstown Road und Bawnogue Road prägen das Wohnbild. Handel und Dienstleistung konzentrieren sich stärker entlang der Ballymount Road und der Clondalkin Road. Der historische Clondalkin Round Tower bildet einen markanten kulturellen Bezugspunkt.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Lokale Dienstleister, Supermärkte und traditionelle Pubs dominieren. Lucan weist einen stärker dörflichen Charakter mit kleineren Geschäftszeilen auf.

Besonderheiten und Sonstiges: D22 gilt 1998 als klassische Vorstadt mit mittelschichtiger Struktur und vereinzelten Gewerbeflächen. Der wirtschaftliche Aufschwung ist spürbar, sorgt aber noch nicht für starke Veränderungen.

D23 ist im Jahr 1998 noch nicht existent.

Dublin 24 (D24)Atmosphäre & Stadtbild: Am südwestlichen Rand der Stadt gelegen, umfasst D24 Gebiete wie Tallaght, Firhouse, Templeogue und Knocklyon. Der Bezirk ist stark suburbanisiert und besteht aus Einfamilienhäusern, Reihenhäusern der 1960er- bis 1980er-Jahre sowie größeren Wohnblocks.
Das Straßenbild ist weitläufig, mit Grünflächen und funktionaler Struktur. Teile von Tallaght weisen 1998 noch soziale Spannungen auf, während andere Abschnitte deutlich familienorientiert wirken.

Straßen & markante Gebäude: Das Tallaght Hospital stellt einen zentralen medizinischen Standort dar. Die Main Street und die Belgard Road fungieren als zentrale Geschäfts- und Verkehrsachsen. Wohnstraßen wie die Templeogue Road oder Springfield Road prägen das Wohnbild.

Handel, Dienstleistung & Gastronomie: Lokale Pubs, familiengeführte Restaurants, Pizza- und Fish-&-Chips-Läden bestimmen das Angebot. Größere Ketten sind 1998 nur begrenzt vertreten. In Templeogue und Firhouse dominiert die nachbarschaftliche Struktur.

Besonderheiten und Sonstiges: Pendler sind überwiegend auf Bus oder Auto angewiesen; die Fahrzeit ins Zentrum liegt zwischen 30 und 45 Minuten.
Neue Wohnsiedlungen und kleinere Gewerbezentren lassen den beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung erahnen, ohne das soziale Gefüge vollständig zu verändern.