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under pale skies -
Reginald Campbell
Nenn mich Ben (er/ihn).
Wörtliche Rede in Posts kannst du mit mir auf Deutsch und Englisch schreiben.
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Reginald ist ein rationaler, strategisch denkender Pragmatiker mit ausgeprägtem Kontrollbedürfnis. Seine Entscheidungen haben die Stabilität der öffentlichen Ordnung, Schadensbegrenzung und den Schutz der übernatürlichen Gesellschaft zum Ziel. Hierbei orientiert er sich keineswegs an moralischen Idealen, sondern ist bereit, diese notfalls auch vollkommen über Board zu werfen. Das Umgehen rechtlicher Vorgaben, manipulieren von Informationen und die gezielte Druckausübung auf Einzelne sind hierbei, wenn es der Geheimhaltung übernatürlicher Sachverhalte und der Gefahrenabwehr dient, nichts, wovor er zurückschrecken würde.

Terminkalender

Identität

Name Reginald Campbell

Aussprache Red-schinald
Spezies Mensch
Geburtstag 07.03.1943
Alter55 Jahre
Beruf
  • Direktorat seit dem 05.05.1984
  • NID seit dem 07.04.1983
Heimat Dublin, Irland
Wohnhaft in Dublin (Außerhalb)
Familienstand verheiratet

Äußere Erscheinung

Größe: 173
Statur: schlank
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: braun
Äußerliche Besonderheiten
Insgesamt ist Reginald ein eher unscheinbarer Zeitgenosse. Er ist nicht besonders muskulös, für einen Mann auch nicht besonders groß geraten und wirkt rein von seinem Erscheinungsbild her alles andere als bedrohlich.
Der am Krückstock gehende Mittfünfziger hat eine Narbe am rechten Unterschenkel, die deutlich als Schussverletzung erkennbar und Schuld an seinem sichtbar vorhandenen Humpeln ist.
Sonstige Anmerkungen
Körperlich ist Reginald nicht der Stärkste. Statt in Körperkraft liegt seine Stärke entschieden eher im strategischen Denken und Planen. Sein Ehrgeiz und der Umstand, dass er sehr genau weiß, wie er seine Verbindungen zu Gunsten seiner Ziele einsetzen kann, macht fehlende Muskelmasse allerdings ausgesprochen gut wett.

Werte

Weltbild und moralischer Kodex
Reginald strebt nach Kontrolle. Nicht, um der eigenen Macht wegen, sondern, weil er glaubt, dass sie notwendig ist, um die Sicherheit der Gesellschaft zu gewährleisten. Stabilität vor Transparenz. Ordnung vor Wahrheit. Das sind die Devisen, aus denen seine Glaubenssätze bestehen.
Bereits als Kind musste er erfahren, was geschieht, wenn Menschen mit Dingen konfrontiert werden, die sie nicht verstehen. Aberglauben, Angst und die Neigung zur kollektiven Gewalt der Menschheit, sowie die aus Unwissenheit heraus resultierende Panik sind in seinen Augen grausamer als jedes Monster.
Er ist überzeugt davon, dass die größte Gefahr von den Menschen selbst und ihrer nur allzu oft vorhandenen Abneigung allem gegenüber, was sie nicht verstehen, ausgeht.
Auch aufgrund seiner vorherigen Arbeit beim irischen Militärgeheimdienst sieht er es als seine Pflicht an, Chaos und eine hierdurch entstehende Gefährdung der Menschen zu vermeiden, indem er die Wahrheit kontrolliert – selbst, wenn das bedeutet, sie zu verfälschen oder vollständig unterdrücken zu müssen.
Seinem Pragmatismus geschuldet sieht er sich hierbei keinesfalls als Held, sondern als notwendiges Übel. Er weiß, dass seine Methoden einer moralischen Bewertung nicht standhalten, ist jedoch überzeugt davon, dass eine Offenlegung der Existenz von Hexen, Vampiren, Gestaltwandlern und Werwölfen unweigerlich in Massenpanik, Verfolgungen und insgesamt kaum zu bemessendem Leid enden würde.
Seiner Ansicht nach ist es daher besser, wenn die Last zuweilen schmutziger Entscheidungen auf den Schultern einiger, weniger ruht, die sich dem Schutz der öffentlichen Ordnung verschrieben haben, als alle unkontrolliert zu Opfern einer Wahrheit zu machen, für die die Welt noch nicht bereit ist. Falls sie denn jemals dazu bereit sein wird.
Er folgt hierbei keinem Ideal von Gerechtigkeit, sondern betreibt kühl kalkulierte Schadensbegrenzung. Dabei ist er überzeugt davon, dass er, solange er die Kontrolle behält, Schlimmeres verhindern kann.
Lügen, Manipulation, Erpressung und das Ausschalten Einzelner zum Wohle der Allgemeinheit sind für ihn akzeptabel, weil sie damit einem größeren Zweck dienen. Die Aufrechterhaltung der Ordnung ist wichtiger als das starre Festhalten an jedem Gesetz.
Urkunden- und Beweismittelfälschungen sind für ihn legitime Mittel zum Zweck, um die Geheimhaltung der Existenz anderer Spezies zu wahren.
Er ist absolut bereit dazu, jenen Schutz zu gewähren, die sich an die dem Schutz der öffentlichen Ordnung dienenden Gesetze halten und aktiv bemüht sind, unauffällig zu bleiben.
Religion
Reginald stammt aus einer wohlhabenden, protestantischen Familie. Somit wurde auch er selbst protestantisch getauft und in dem Glauben erzogen, dass er damit etwas Besseres sei, als die Katholiken mit den zu vielen Kindern und dem zu geringen Einkommen.
Schon recht früh erschloss sich ihm keineswegs, weshalb genau eine Glaubensgruppe, die an denselben Gott und dieselbe, heilige Schrift glaubte, besser oder schlechter sein sollte als die andere.
Ganz im Grundsatz findet er die Interpretation, dass Vergebung deutlich mehr im Vordergrund stehen sollte, als Buße für begangene oder ererbte Sünden, zwar gut, ist aber nicht der Ansicht, dass ihn das über einen anderen erhebt.
Im Allgemeinen hält er von Religion allerdings vor allem eines: Abstand.
Zu leicht lässt sie sich als dankbare Ausrede für Grausamkeiten aller Art missbrauchen. Dem eigentlichen Zweck wird sie damit freilich entfremdet und mit den Lehren eines liebenden und gütigen Gottes hat das, was Menschen dazu bringt, in dessen Namen Kriege gegeneinander zu führen, wahrlich nichts zu tun.
Er selbst ist keineswegs religiös und fest davon überzeugt, dass der Christengott in der Form, in der die Bibel ihn kennt, nicht existieren kann. Auch wenn er seine Hand nicht dafür ins Feuer legen würde, dass gar keine göttliche Macht existiert, ist er sich sehr sicher, dass der Umstand, wie sehr Religion von Menschenhand durch die Geschichte hindurch immer wieder missbraucht wurde, Gegenbeweis genug für die Existenz dieses Gottes ist.
Dennoch geht er in die Kirche und bringt sich auch aktiv in der Gemeinde, der er angehört ein. Nicht aus religiöser Überzeugung heraus, aber umso mehr, um das Netzwerk aus mitunter bedeutsamen weiteren Gemeindemitgliedern und damit auch dem eigenen Einfluss aufrechtzuerhalten.
Obwohl er selbst keineswegs religiös ist, ist er dennoch ausgesprochen bibelfest, wenn es darum geht, wie gut er sich mit diesem Buch auskennt. Entsprechend ist er auch keineswegs darüber erhaben, in Situationen, in denen es ihm irgendwie hilft, einen Argumentationspunkt, der sich auf Religion stützt, mit einem entsprechenden Bibelvers auszukontern.
Ziele, Wünsche und Pläne
Reginalds vorrangiger Plan besteht darin, das NID auch in diesen Zeiten des Umbruchs, weiterzuführen und als sicheres Bollwerk gegen das Bekanntwerden der Existenz von übernatürlichen Wesen weiter zu etablieren. Er weiß, dass das NID seine offizielle Daseinsberechtigung mit einer Festigung des Friedens verlieren könnte und nun deutlich mehr um entsprechende Förderungsgelder und seine Existenz wird kämpfen müssen.
Dass auch das Innenministerium, dem das NID offiziell immerhin unterstellt ist, nicht alle Fakten zum Institut kennen darf, wird dies potenziell in der Zukunft deutlich erschweren. Er rechnet durchaus damit, dass der – überaus erstrebenswerte – Frieden insgesamt auf Dauer zur Abrüstung führen wird. Und dass dies unter Umständen auch die Frage aufwerfen wird, inwiefern das NID, das immerhin zur Sicherheitsforschung, strategische Kommunikation und zivile Krisenprävention ins Leben gerufen wurde, im Frieden noch eine Daseinsberechtigung hat.
Während er also bereits fest davon ausgeht, dass das Institut seine Aktivitäten im Zuge des Friedensprozesses gegebenenfalls reduzieren muss, ist Reginald umso bestrebter, inoffiziell das Netz aus loyalen Mitarbeitern, Informanten und externen Kontakten weiter aufzubauen und so zu strukturieren, dass es auch unabhängig von politischen Richtungswechseln weiterhin reibungslos funktioniert.
Die Arbeit, die das NID seit Jahren im Verborgenen macht, wird in seinen Augen vor dem Hintergrund der zunehmenden Transparenz, die der Frieden mit sich bringt, umso wichtiger. Internationale Journalisten richten ihren Blick in diesen Zeiten des Umbruchs verstärkt auf Irland. Reginald fürchtet, dass hierdurch umso schneller auch die Aufmerksamkeit auf jene Vorfälle gerichtet werden kann, die die Existenz übernatürlicher Wesen verraten würden.
Umso wichtiger wird es nun, kritische Fälle umzudeuten, Beweismaterial endgültig verschwinden zu lassen und sich mit den Clans und Coven, die bisher die Ordnung in den Gesellschaften der Übernatürlichen aufrechterhalten haben, zu vernetzen.
Es liegt keineswegs in Reginalds Absicht, sich selbst über die übernatürliche Gesellschaft zu erheben. Er ist auch nicht der Ansicht, dass er über diese bestimmen könnte. Gleichzeitig ist ihm wichtig, dass jene, die den Einfluss haben, auf die eigene Spezies als Stimme der Vernunft und Kontrollorgan einzuwirken, sich der wachsenden Risiken bewusst sind, die gerade durch den Wegfall der bisherigen Unruhen entstehen.
Er verfolgt hierbei einen stabilisierenden Ansatz. Wenn es nach ihm geht, soll das NID sich als verdeckte Anlaufstelle für kooperationsbereite übernatürliche Wesen etablieren. Er erhofft sich durch die Vernetzung mit den einflussreichen Gruppierungen innerhalb der übernatürlichen Gesellschaften, einen Status Quo schaffen zu können, der Eskalationen verhindert, bevor sie entstehen.
Auch den Umstand, dass natürlich auch ihm jederzeit etwas geschehen könnte, hat Reginald hierbei bedacht. Den beiden anderen Mitgliedern des Direktoriums ist zu jeder Zeit bekannt, wen er sich als seinen Nachfolger vorstellen kann und welche Instruktionen er diesem hinterlässt.
Und sollte das NID aller Vorsicht zum Trotz auffliegen und alle Vertuschungsversuche scheitern, so ist der aller letzte Notfallplan, selbst zu fallen. Die Mär vom Gelder veruntreuenden, paranoid gewordenen Ex-Geheimagenten ist längst gesponnen. Beweise dafür, dass nichts Übernatürliches, aber ein perfider Plan zur Auslösung einer Massenpanik hinter gegebenenfalls durchsickernden Beweisen für die Existenz des Übernatürlichen steckt, sind so platziert, dass sie im Notfall von jenen, denen Reginald am meisten vertraut und damit belasten zu können glaubt – seiner Frau und dem Vampir Peter McNabb – in Umlauf gebracht werden können.
Herzenswünsche & Ambitionen
Reginalds Ziele, Wünsche und Pläne sind ihm eine Herzensangelegenheit.
Privat wünscht er sich, mit der Ermordung seiner jüngeren Schwester irgendwann vielleicht doch noch abschließen zu können und zu sehen, wie seine Ziehtochter glücklich wird.
Familiendynamik
Familie Campbell ist ein wenig...kompliziert, könnte man es wohlwollend ausdrücken.
Reginald und seine Frau Amanda sind ein auf Feierlichkeiten und Veranstaltungen gerne gesehenes Paar, das sich gut ergänzt und miteinander auf liebevoller Augenhöhe agiert ohne dabei auch nur eine Spur zu kitschig oder zu distanziert zu wirken.
Auch im Umgang mit ihrer Ziehtochter, Reginalds Nichte, sind die beiden liebevoll und fürsorglich - nicht nur nach außen, sondern auch hinter verschlossenen Türen.
Hieran ändert sich nur etwas, wenn es ums Berufliche geht. In ihrer Funktion als Abteilungsleiterin für Training and Assesment beim NID behandelt Reginald Tilda nämlich nicht anders, als jeden anderen Kollegen auch.
Das Verhältnis zu Reginalds übriger Familie hingegen ist deutlich angespannter.
Mit seinem Bruder und seiner Schwägerin spricht Reginald nur dann, wenn es unbedingt sein muss, auch wenn sie einander nicht offen feindselig begegnen.
Mit seinen Eltern hat Reginald nur noch dann Kontakt, wenn diese ihn und seine Familie zu Feierlichkeiten einladen, um den Schein zu wahren.

Familienbande

Eltern
Matthew Campbell | 84 Jahre | ehem. Arzt
Catherine Campbell | 80 Jahre | Hausfrau

Reginalds Kontakt zu seinen Eltern beschränkt sich bereits seit er seine Ausbildung begonnen hat, auf ein Minimum.
Zu großen Feierlichkeiten kommt er in erster Linie des Anscheins wegen - und ein Stück weit bis heute, um seine Eltern schwitzen zu lassen, ob er nicht doch etwas zu sagen hat, das nicht an die Öffentlichkeit kommen sollte.
Geschwister
Ruaidhri Campbell | 58 Jahre | Arzt
Reginald und Ruaidhri waren schon als Kinder ausgesprochen selten einer Meinung. Während der Ältere der erklärte Liebling ihrer Eltern und das aufdiktierte Rollenbild war, dem Reginald in ihren Augen nachzueifern gehabt hätte, konnte Reginald mit ihm nie besonders viel anfangen.
Ihre Grundansichten sind bis heute vollkommen unterschiedlich, begonnen damit, dass sein Bruder bis heute vehement an die Geschichte zu glauben scheint, die ihre Eltern über den Tod der jüngeren Schwester erzählen bis hin zu Ruaidhris eigener Idee dazu, wie man Kinder erziehen sollte.

Elisabeth Campbell | getötet verstorben mit 10 Jahren
Reginald hat seine jüngere Schwester vergöttert. Er verbrachte gerne Zeit mit ihr und war nie der Ansicht gewesen, dass es sich bei ihr um etwas anderes als seine Schwester handelte.
Als sie noch klein gewesen war, verbrachte er jede freie Minute mit ihr, in der seine Eltern dies zuließen, spielte und beschäftigte sich mit ihr und ging ganz und gar in der Rolle des älteren Bruders auf.
Dass er sie nicht vor seinen Eltern und seinem Großvater beschützen konnte, macht Reginald sich noch heute zum Vorwurf. Es vergeht kein Tag, an dem er sie nicht vermisst.
Verwandtschaft
Nichte und Ziehtochter: Mathilda Campbell | 33 Jahre | Abteilungsleitung Training and Assesment, NID

Tilda gehört ganz zweifelsohne zu Reginalds Familie und er liebt sie wie eine eigene Tochter. Schon als Kind sah sie seiner Schwester so ähnlich, dass es Reginald beinahe physisch weh tat.
Schon als sie noch ein Teenager war, wollte er sie von den toxischen Teilen der Familie mit aller Gewalt wegholen, auch wenn er daran bedauerlicherweise scheiterte. Also blieb ihm letztendlich nur, sie wiederzufinden und ihr ein anständiges Zuhause zu geben, als sie schließlich schon beinahe erwachsen war.
Amanda und er nahmen Tilda bei sich auf, ohne dass es darüber jemals Diskussionen gegeben hätte. Und sie beide sind unglaublich stolz auf das, was die junge Frau aus sich gemacht hat und darauf, sie Tochter nennen zu dürfen.

Neffe: Nicolas Campbell | 37 Jahre | Arzt
Neffe: Jayden Campbell | 35 Jahre | Lehrer

Ein bisschen fallen Reginalds Neffen unter "ferner liefen". Er ist natürlich durchaus über ihre Leben informiert, aber er sucht keineswegs allzu aktiv den Kontakt zu ihnen.
Zu wichtigen Feiertagen und Geburtstagen schickt er freilich Geschenke und Karten. Vermutlich ist er besser über ihre Leben im Bilde, als sie selbst es wissen, aber das bedeutet in diesem Falle keineswegs, dass sie einander zum Sonntagsessen einladen würden.

Das Übernatürliche

Glaube an Übernatürliches
Er glaubt nicht an die Existenz von Übernatürlichem. Das würde immerhin voraussetzen, dass er sich dessen Existenz nicht sicher wäre. Er weiß allerdings sehr genau, dass übernatürliche Wesen und Magie mehr sind als bloße Märchen.
Dabei ist Reginald keineswegs sicher, dass die Bandbreite an Übernatürlichem mit Vampiren, Werwölfen, Gestaltwandlern und Hexen in jedem Fall bereits ausgeschöpft ist. Er würde sich selbst zwar keineswegs als esoterischen Spinner bezeichnen, der leichtgläubig alles für echt hält, von dem irgendjemand behauptet, es schon einmal gesehen zu haben, aber er steht der Möglichkeit, dass zwischen Himmel und Erde mehr existiert als er mit Sicherheit sagen kann, zumindest offen gegenüber.
Haltung zu Anderswesen
Die Existenz übernatürlicher Wesen ist für Reginald kein Skandal, sondern eine Realität, mit der sich leben lässt – sofern sie verborgen bleibt. Er betrachtet die Angehörigen anderer Spezies weder als grundlegend böse, noch als grundsätzlich schützenswert. Für ihn sind sie ein Faktor innerhalb eines fragilen, gesellschaftlichen Gleichgewichts, das jederzeit kippen könnte.
Er weiß, dass es sich bei der Existenz von Hexen, Gestaltwandlern, Werwölfen und Vampiren nicht nur um Ammenmärchen handelt, die Menschen einander erzählen, um sich in geschütztem Rahmen zu gruseln.
Ebenso ist ihm auch vollkommen bewusst, dass diese Wesen keine reinen Horrorgestalten sind. Sicher, sie alle bringen für die Menschen durchaus auch Gefahren mit sich – gerade bei den Vampiren stehen sie immerhin gewissermaßen auf dem Speiseplan – aber diesen Umstand betrachtet Reginald insgesamt eher pragmatisch. Immerhin muss jedes Wesen sich ernähren und nur, weil ein Vampir auf die Blutzufuhr angewiesen ist, bedeutet das immerhin noch nicht, dass er den Menschen, den er anzapft, auch zwangsweise austrinken muss.
Werwölfe wiederum haben sich ihr Los ebenfalls keineswegs ausgesucht und sind maximal dafür verantwortlich, Sicherheitsvorkehrungen dahingehend zu treffen, dass sie während der Verwandlung niemanden unnötig gefährden.
Die größte Gefahr, die von Gestaltwandlern ausgehen könnte, ist hingegen die, die auch von dem entsprechenden Tier ausgehen würde, findet Reginald. Er hält sie nicht für grundsätzlich harmlos. Das trifft immerhin auch auf Menschen nicht zu. Aber er hält sie eben auch nicht für gefährlicher als einen Menschen.
Ähnlich verhält es sich bei den Hexen. Es dauerte ein wenig und es erforderte viel Recherche, aber Reginald sieht in den Hexen insgesamt eher mächtige und kompetente Verbündete als Gegner in seinen Plänen. Entsprechend ist er auch schon seit einer ganzen Weile bestrebt, den Kontakt zu den Coven herzustellen und dort, wo das bereits gelungen ist, noch zu verstärken.
Letztendlich, so jedenfalls Reginalds Ansicht, entscheidet jedes Wesen selbst, wie sehr oder wie wenig Monster es sein will.
Er ist sich allerdings absolut sicher, dass die Offenlegung ihrer Existenz keineswegs etwas ist, das geschehen sollte. Rein aus der Sicherheitsbewertung und seinen Erfahrungen beim Geheimdienst heraus ist er sich sicher, dass eine Offenlegung zum einen zu einer kaum einzudämmenden Massenpanik und zum anderen sicherlich zu dem Versuch führen würde, diese Wesen und ihre Fähigkeiten für die eigenen Zwecke zu missbrauchen.
Nichts davon sollte in Reginalds Augen geschehen, also bleibt für ihn die Geheimhaltung alles Übernatürlichen die oberste Prämisse.

Charakterzüge

Charakter & Verhalten
Fragt man Reginald selbst, so findet er nicht, dass er Weltherrschaftsallüren hat. Er lenkt lieber als dass er dominiert, findet allerdings, dass ein gewisses Maß an Kontrolle unabdingbar ist, wenn man vermeiden möchte, dass die Welt um einen herum in Chaos versinkt. Er ist ruhig und kontrolliert. Es kommt ausgesprochen selten vor, dass er laut wird.
Gerade der Umstand, dass er körperlich eher unscheinbar und durch die schlecht verheilte Beinwunde noch dazu gehbehindert ist, sorgt dafür, dass er in dieser Hinsicht leicht übersehen und vor allen Dingen unterschätzt wird. Er sieht dies allerdings weniger als ein Hindernis, als einen praktischen Überraschungseffekt, den er notfalls ganz auf seiner Seite hat, wenn es notwendig ist.
Im Umgang mit anderen ist Reginald in der Regel höflich, sachlich und distanziert. Von sich selbst gibt er dabei nur so viel preis, wie der Situation auch zuträglich ist. Dabei versteht er sich allerdings sehr wohl darauf, die professionelle Fassade genau so lange zu wahren, wie sie angebracht ist, um Gesprächen die Wendung zu geben, die sie nehmen sollen. Sieht Reginald einen Vorteil darin, persönliche Belange mit seinem Gegenüber zu teilen, beispielsweise um ein entsprechendes Vertrauen zwischen den Parteien aufbauen zu können, dann tut er dies.
Allzu emotional wird er dabei nie. Die Kontrolle über die eigenen emotionalen Regungen ist ihm schon deswegen wichtig, weil er der Ansicht ist, dass emotionale Reaktionen einen nüchternen Blick auf die Situation ganz und gar unmöglich machen.
Das bedeutet allerdings auch, dass er auch privat zuweilen kälter und kalkulierender wirkt, als er es eigentlich meint. Reginalds erster Blick ist immer der analytische, der zunächst herauszufinden versucht, wie die Situation, in der er sich befindet, zu bewerten ist.
Seine Kaltschnäuzigkeit ist keineswegs angeboren. Sie ist ein erlerntes Verhalten, geboren teilweise aus dem Trauma durch den Tod seiner Schwester, teilweise aber auch antrainiert durch die Ausbildung und die Arbeit beim Geheimdienst. Er hält an ihr fest, weil sie ihm erlaubt, handlungsfähig zu sein, auch wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, bei denen moralische Vorstellungen im Weg wären.
Er verfügt sehr wohl über Mitgefühl und ist zu empathischen Regungen im Stande, aber er lässt sich von diesen keineswegs leiten, ohne zuvor die Gesamtsituation abzuschätzen. Personen, die ihm wichtig sind, haben in ihm einen starken und loyalen Verbündeten, auf den sie sich selbst dann verlassen können, wenn sie selbst noch gar nicht wissen, dass sie seine Hilfe überhaupt brauchen.
Entscheidungen trifft er nicht aus dem Bauch heraus, sondern abwägend und stets mit dem Blick auf mögliche Konsequenzen. Impulsivität verbietet er sich, auch wenn ein Teil von ihm durchaus dazu neigen würde, würde er nicht sehr genau Acht darauf geben, dass dieser Teil in seinem Alltag gerade nicht zum Vorschein kommt.
Seine impulsive Seite kennen nur jene, denen er wirklich und wahrhaftig blind und bedingungslos vertraut. Nur vor ihnen fällt die Maske des kontrollierten Strategen zuweilen und der schimpfende und wütende Rohrspatz kommt doch einmal hervor, während irgendetwas im heimischen Arbeitszimmer das Fliegen lernt.
Dabei einen seiner Lieben zu verletzen käme Reginald allerdings niemals in den Sinn. In zwischenmenschlichen Beziehungen verabscheut er die Gewalt und jene, die sie einsetzen, um diejenigen unter der Knute zu halten, die ihnen doch eigentlich am nächsten stehen sollten.
Das bedeutet allerdings nicht, dass er Gewalt generell kategorisch ausschließen würde, wenn es nicht um jene geht, die ihm nahestehen.
Zum Feind möchte man Reginald nicht haben, hat er es doch faktisch bereits von Berufswegen gelernt, jede noch so gut versteckte Leiche im Keller zielgenau auszugraben und zum eigenen Vorteil zu verwenden, wenn nötig. Wenn er glaubt, jemanden unschädlich machen zu müssen, dann wird dies geschehen. Dabei geht er kühl und präzise vor, um chirurgisch die Störfaktoren zu entfernen, die andernfalls seinem Verständnis von Ordnung in die Quere geraten würden.
Mord ist dabei ganz entschieden das letzte Mittel, das er verwenden würde, aber keinesfalls kategorisch ausgeschlossen. Gewalt ist nichts, an dem er Spaß empfindet. Dennoch ist sie im Zweifel ein Mittel zum Zweck, das er nutzt, ohne darüber auch nur eine Minute Schlaf zu verlieren. In dieser Hinsicht denkt er ebenso pragmatisch wie in jedem anderen Bereich seines Lebens. Er tut eben das, was notwendig ist, um das zu schützen, was seiner Ansicht nach Schutz verdient, auch wenn er Diplomatie, Einflussnahme und subtile Manipulation der plumpen Gewalt gegenüber immer bevorzugt.
Er kämpft weit lieber mit Informationen als mit physischen Waffen. Schuld, Abhängigkeit und die passenden Druckpunkte bringen, seiner Erfahrung nach, weit bessere Ergebnisse als eine gewaltvolle Auseinandersetzung im körperlichen Sinne es täte.
Autoritäten gegenüber zeigt er offiziell den notwendigen und gebührenden Respekt, solange sie kompetent und berechenbar sind. Von blinder Loyalität nur der Loyalität wegen, hält er maximal Abstand. Reginalds Treue gilt keiner Institution oder Regierungsform, sondern dem Ziel, die Stabilität und die Sicherheit für alle zu wahren. Für diese Zielsetzung ist er bereit, jede Regel zu brechen, die hierfür gebrochen werden muss, auch wenn das bedeutet, die Wahrheit zu verschweigen oder bis zur Unkenntlichkeit zu verfälschen. Er sieht darin die derzeit einzige Möglichkeit, größeres Unheil zu verhindern und eben dies steht für ihm über ein Recht der Regierungsorgane oder der Allgemeinheit auf generelle Wahrheit.
Übernatürlichen Wesen begegnet Reginald weder mit besonderer Ehrfurcht noch mit Feindseligkeit. Er ist ihnen gegenüber ebenso offen, wie anderen Menschen gegenüber und bewertet sie an ihrem Handeln, nicht an ihrer Art.
Kampfstil
Reginald hat eine militärische Ausbildung durchlaufen und wechselte nach der Grundausbildung in den Militärgeheimdienst von Irland. Entsprechend hat er durchaus eine Ausbildung an Schusswaffen und im Nahkampf erhalten und kann sich sehr wohl auch körperlich verteidigen, wenn es denn sein muss.
Nicht zuletzt auch, weil er seine eigene Heckler & Koch durchaus für gewöhnlich bei sich trägt.
Körperlich war Reginald allerdings noch nie der Stärkste. Seine Stärke lag schon immer eher darin, seine Opponenten auf geistiger Ebene zu Fall zu bringen – zur Not auch mit einer gehörigen Portion Hinterlist. Er ist sich keineswegs zu schade dafür, dreckig zu kämpfen.
Wenn er sich oder seinen Zielen daraus einen Vorteil verspricht, scheut er sich weder vor Erpressung, noch davor, die schmutzigen Geheimnisse seiner Opponenten in die Öffentlichkeit zu zerren.
Wenn er die Wahl hat, bevorzugt er es, Kämpfe ohne physische Gewalt auszutragen. Sein erster Weg ist dabei für gewöhnlich die Diplomatie. Erst, wenn deren Mittel von ihm als erschöpft angesehen werden, greift er zu den oben genannten Methoden und zur Diskreditierung seiner Gegner.

Inneres

Ängste & Traumata
Schon als Kind hat Reginald hautnah erleben müssen, wie sehr Angst und Aberglaube eigentlich vernunftbegabte Menschen zu Monstern werden lassen kann. Seine jüngere Schwester war anders, als seine Eltern und Großeltern es sich gewünscht hätten. Sie war schnell überfordert von großen Menschengruppen, blieb lieber für sich, begann spät damit, zu sprechen und tat es, wenn sie es tat, sehr leise und nur mit sehr ausgewählten Menschen. Sie neigte zu etwas, das seine Eltern als Wutanfälle abtaten, von dem er heute allerdings weiß, dass ihr Nervensystem schlichtweg auf die Fülle an äußeren Reizen reagierte, die es nicht verarbeiten konnte, wenn sich unvermittelt etwas an ihrem Tagesablauf änderte und hatte eine sehr ausgewählte Palette an Lebensmitteln, die sie freiwillig zu sich nahm. Aufgeklärte Menschen hätten feststellen können, dass all diese Verhaltensweisen auch auf das Autismus Spektrum hindeuten könnten. Die Erwachsenen der Familie Campbell hingegen waren absolut überzeugt davon, dass sich dahinter etwas anderes verbergen musste. Geistige Behinderungen gab es in ihrer Familie nicht. Undenkbar war es also, dass das Mädchen eine solche haben könnte. Nein, diese Auffälligkeiten ließen in den Augen von Reginalds Eltern nur eine einzige, nahezu wahnwitzige Erklärung zu. Der Hausarzt der Familie ließ zwar verlauten, dass er den Verdacht hatte, das Mädchen könne ein wenig „Simpel“ sein, davon, dass eine psychische Erkrankung oder, wie man damals so unschön sagte, „Schwachsinn“ vorliegen könne, wollte Familie Campbell allerdings nichts hören. Das Mädchen musste von den Fey ausgetauscht worden sein. Was sonst, wenn kein Wechselbalg, war das, was sie da im Haus sitzen hatten und was versuchte, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit hinter dem nur zwei Jahre älteren Bruder zu verstecken? Reginald war schon als Kind vollkommen überzeugt davon, dass die Erwachsenen sich vollkommen auf dem Holzweg befanden. Dass seine kleine Schwester sehr wohl ein Mensch und sehr wohl seine Schwester war. Nur, dass ihm niemand zuhörte. Stattdessen verbot man ihm den Umgang mit der jüngeren Schwester, hielt ihn physisch von ihr fern und versuchte aktiv, das Wechselbalg mit Gewalt dazu zu bringen, zu gestehen, dass es nicht in die Familie gehörte und zu verschwinden, damit die „echte“ Elisabeth wieder zurückkommen würde. Nur, dass es diese gar nicht geben konnte. Die echte Elisabeth war es, die am Ende von Reginalds Vater und Großvater totgeschlagen wurde, weil erwachsene Männer lieber an abergläubische Märchen glaubten, als reale, medizinische Fakten anzuerkennen. Offiziell verstarb sie aufgrund eines tragischen Sturzes von der Treppe. Inoffiziell konnte Reginald durch die an ihr Zimmer angrenzende Tür durchaus hören, wie sie bettelte, dass die Schläge aufhörten, ehe das Betteln sich in leises Wimmern verwandelte, das schließlich ebenfalls verstummte. Er sah, wie sein Großvater den Familienarzt beiseite nahm, als dieser gerufen wurde und wie ein Scheckbuch gezogen wurde, ehe der Mann den Tod seiner Schwester feststellte und er wusste, dass Elisabeth sich nicht einmal ansatzweise in der Nähe der Treppe befunden hatte. Die Familie schwieg den Vorfall tot. Die Beisetzung fand mit geschlossenem Sarg und im engsten Kreis der Familie statt, ehe nie wieder über sie gesprochen wurde. Jeder Versuch, es doch zu tun, wurde mit Schlägen sanktioniert. Lediglich als sein Großvater sich einige Jahre später erhängte, ließ sein Vater sich dazu hinreißen, zu erklären, dass der Mann wohl mit der Schuld an Elisabeths Tod nicht hatte umgehen können. Für Reginald war es allerdings keineswegs eine gerechte Strafe, dass sein Großvater sich selbst das Leben genommen hatte. In seinen Augen hatte der Mann sich damit vor einer solchen lediglich effektiv gedrückt. Und auch der Umstand, dass er sich erhängt hatte, wäre beinahe von der Familie unter den Teppich gekehrt worden, hätte Reginald in einem unbeobachteten Moment dem Pfarrer nicht davon erzählt. Der Pfarrer schwieg dazu, woher er die Information hatte, weigerte sich aber beharrlich, Reginalds Großvater in der Familiengruft beizusetzen, sondern beerdigte ihn am Rand des Friedhofes. Reginald war sich sehr sicher, dass seinen Vater, dessen Stimme er immerhin ebenfalls gehört zu haben glaubte, keineswegs so unschuldig an ihrem Tod war, wie er tat. Lediglich die Beweise dazu fehlten ihm vollkommen, also schwieg er zu dessen Schuld. Allerdings vergaß er keineswegs und noch weniger verzieh er. Er ging zum Militär, kaum dass er volljährig wurde und gegen den expliziten Wunsch seiner Eltern, die ihn lieber in einem Studienberuf gesehen hätten und erarbeitete sich dort schließlich eine Position im Geheimdienst, ehe er vor knapp 13 Jahren die Leitung über das NID übernahm. Den Kontakt zu seinen Eltern und auch seinem älteren Bruder, hielt er seither bewusst knapp. Aus einem Mangel an Beweisen konnte Reginald seine Eltern nie für den Tod seiner jüngeren Schwester zur Rechenschaft ziehen. Genau darin lag auch der Grund, dass er den Kontakt nicht vollständig abbrach. Ein Teil von ihm hoffte durchaus, dass die beiden sich doch noch verraten würden. Vielleicht auch, dass sie überhaupt einmal etwas wie ehrliche Reue zeigten. Bisher wurde er dahingehend allerdings herb enttäuscht. Also nutzt er die Verbindungen seiner Familie dort, wo sie nützlich sind und sieht die Interaktion mit seinen Eltern dabei inzwischen eher als notwendiges Übel. Umso schockierter war er allerdings, als er erfuhr, dass sein älterer Bruder, dieser kolossale Vollidiot, die eigene Tochter vorübergehend zu ihnen gegeben hatte. Als Mathilda ihn anrief und zum Abendessen bei seinen Eltern einlud, war Reginald drauf und dran, das Mädchen schlicht selbst mit nach Hause zu nehmen, aus Sorge darüber, dass die Geschichte sich erneut wiederholen könnte. Allerdings löste sein Bruder selbst die Situation auf und nahm sie wieder mit, bevor Reginald selbst hätte agieren können. Noch heute ärgert er sich darüber, dass er es nicht verbissener versucht hat, auch wenn ihm bewusst ist, dass seine Möglichkeiten, Tilda früher zu helfen, deutlich beschränkt waren. Beruflich bedingt kamen während der Troubles und seiner Zeit beim Geheimdienst etliche Situationen auf dieses initiale Trauma dazu, von denen Reginald sich sicher ist, dass sie ihre Spuren in seiner Psyche hinterlassen haben. Man sieht Menschen nicht im Feuergefecht oder durch Bomben sterben und macht weiter, als wäre nie etwas passiert. Ihm ist das bewusst und die Gewalt und das Maß an Geheimhaltung, mit dem sein Beruf ihn tagtäglich auf die eine oder andere Art und Weise konfrontierte, haben ihre Spuren in ihm hinterlassen. Er weiß, dass er Gewalt gegenüber erheblich abgestumpft ist und dass seine Kaltschnäuzigkeit nicht zuletzt sowohl mit dem Tod seiner Schwester und dem familiären Umgang damit, als auch mit seinem alten Job zusammenhängt. Als er zum NID wechselte, tat er dies im Grunde genommen, um ein wenig Abstand zu den Geheimdienstaktivitäten zu bekommen, aber auch, um sicherzustellen, dass die inzwischen immerhin sehr wohl bei ihm lebende Tilda vielleicht noch ein wenig länger etwas an ihrem Onkel hat. Ganz so entspannt, wie Reginald es sich zunächst erhofft hatte, war die Leitung des Instituts allerdings sehr bald nicht mehr. Schließlich kam schnell ans Tageslicht, was er insgeheim bereits befürchtet hatte: Nicht wenige der ungeklärten und vom NID zu untersuchenden Fälle waren übernatürlichen Ursprungs. Es ist keineswegs die Angst vor dem Übernatürlichen, die Reginald dazu verleitete, die übrigen beiden Direktoriumsmitglieder dazu zu überzeugen und zu unterstützen, diesen Aspekt nicht nur vor der Allgemeinheit, sondern auch vor der Regierung und dem Innenministerium geheim zu halten. Es ist vielmehr die Angst vor Menschen und davor, zu welchen Gräueltaten diese in der Lage sind, wenn sie in Panik verfallen.
Stärken & Schwächen
+ strategisch & analytisch
Reginald ist ein Stratege. Er denkt langfristig, erkennt Muster und plant grundsätzlich mehrere Schritte voraus.

+ diplomatisch
Der erste Weg, den Reginald beschreitet, ist immer der der Diplomatie. Er versucht, mit den betroffenen Parteien in den Dialog zu gehen und Einigungen zu finden, mit denen sich am Ende alle Beteiligten arrangieren können.

+ beschützend
Reginald hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Er verfolgt das Ziel, gerade denen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können und die Ordnung und Stabilität zu wahren, damit die Welt, in der immerhin auch er lebt, nicht im Chaos versinkt.

+ selbstreflektiert
Gewissermaßen hält Reginald sich weniger für einen guten Menschen, sondern für ein notwendiges Übel. Ihm ist vollkommen klar, dass wenig an seiner Handlungsweise auf dem moralischen Prüfstand bestehen würde, auch wenn er der Ansicht ist, dass der Weg, den er beschreitet, der richtige ist. Dennoch ist er auch bereit dazu, Fehler einzuräumen und hinterfragt seine Handlungsweise nicht weniger scharf als die anderer.

+ gut vernetzt
Reginald versteht es, Verbindungen aufzubauen und zu nutzen. Nicht nur seinen Feinden ist er gerade dadurch einen Schritt voraus, dass er sich ausgesprochen gut informiert, auch an seinen übrigen Mitmenschen zeigt er entsprechendes Interesse. So gelang es ihm auch, sich ein entsprechendes Netzwerk aus Informanten, Spendengebern und einflussreichen Entscheidungsträgern der Regierung aufzubauen, von dem er und das NID nun profitieren können.

+ gut informiert
Es wird nicht vorkommen, dass Reginald den Geburtstag eines Mitarbeiters oder einen wichtigen Meilenstein eines seiner Angehörigen vergisst. Auch bei öffentlichen Anlässen begeistert er mit ehrlichem Interesse an seinen Gesprächspartnern und auch deren sozialem Umfeld. Er gibt niemandem das Gefühl, lediglich selbstverständliches Beiwerk zu sein.

- misstrauisch
Reginald vertraut niemandem schnell. Er rechnet grundsätzlich damit, dass sein Gegenüber auch eine eigene Agenda verfolgen könnte und trägt sein Herz keineswegs auf der Zunge. Es dauert lange, bis er jemandem so sehr vertraut, dass er seine innersten Geheimnisse wirklich und wahrhaftig nach außen kehren würde.

- abgestumpft
Gewalt schockiert Reginald schon lange nicht mehr. Er weiß sehr gut, zu welchem Ausmaß von ihr schon die Menschen selbst fähig sind und er selbst setzt sie durchaus dann ein, wenn er keinen anderen Weg sieht, um die Ziele, die er als das größere Gut ansieht, zu erreichen.

- manipulativ
Alles, das Reginald tut, verfolgt einen bestimmten Zweck. Auch seine Freundlichkeit und die aufgeschlossene Art anderen gegenüber dient in erster Linie der Informationsgewinnung und dem Schaffen neuer Verbindungen.
Auch wenn er versucht, privat Abstand davon zu wahren, gelingt ihm dies nicht immer. Hin und wieder bedarf es einer liebevollen Erinnerung seiner Frau daran, dass seine Familie und seine Freunde keineswegs nur Schachfiguren auf einem lebensgroßen Schachbrett sind und von ihm auch nicht so eingesetzt werden sollten.

- kontrollierend
Es fällt Reginald ausgesprochen schwer, über eine Situation nicht die vollständige Kontrolle zu behalten. Sei es nun, dass er sich an einem Ort befindet, an dem er die Örtlichkeit nicht vollständig überblicken kann oder dass ihm die Situation als solche entgleitet, er wird in jedem Fall versuchen, die Kontrolle so schnell wie möglich zurückzuerlangen und bei sich zu behalten.

- emotional reserviert
Nur selten zeigt Reginald die eigenen Gefühle offen. Nähe lässt er nur bei und von sehr wenigen, ausgewählten Personen zu, auch wenn er sowohl seiner Frau als auch seiner Ziehtochter ausgesprochen liebevoll begegnet. Für diese beiden würde er alles, das nicht zwangsläufig die nationale Sicherheit gefährdet, jederzeit liegen lassen, wenn sie ihn brauchen.

- skrupellos
Moral ist für Reginald ein flexibles Mittel zum Zweck. Die Welt ist für ihn nicht aufgeteilt in Gut und Böse. Sie besteht aus den verschiedensten Grautönen und am Ende kommt es seiner Ansicht nach mehr darauf an, wie man eine Situation effektiv bewältigt, als darauf, ob der Lösungsweg moralisch über andere erhaben ist.
Der Zweck heiligt die Mittel und Reginald ist durchaus bereit, dafür auch andere – oder sich selbst – zu opfern, wenn das notwendig sein sollte.
Vorlieben & Abneigungen
Vorlieben
Sommerregen | Apple Crumble | Schach spielen | Theater | Informationen sammeln | Sozialisieren
Abneigungen
Belogen werden | Vorurteile | nasskaltes Wetter | Aberglauben | Rote Beete | Unordnung

Wusstest du, dass...

... Reginald einen Ordnungstick hat und selbst die Stifte auf seinem Schreibtisch auf eine ganz bestimmte Art anordnet?
... seine Notfallpläne Notfallpläne haben?
... Reginald mindestens einmal im Monat das Grab seiner Schwester besucht?
... er alles daran setzen wird, dass seine Eltern nicht in derselben Familiengruft bestattet werden?
... er es war, der dem Pastor verraten hat, dass sein Großvater sich selbst das Leben nahm, damit dieser nicht in der Familiengruft bestattet wurde, sondern am Rand des Friedhofs?
... Reginald schon als Kind neugierig war und Informationen über sein Umfeld sammelte, einfach weil er sich dafür interessierte?
... Reginald ein unglaublich neugieriger Mensch ist?
... Reginald zuhause am liebsten Strickjacken und Strickpullover trägt?

Schlüsselmomente

Persönlicher Zeitstrahl
  • 07.03.1943 Geburt von Reginald
  • 1945 Reginalds Schwester Elisabeth wird geboren
  • 1948 Reginald wird eingeschult, bei Elisabeth treten erste Auffälligkeiten auf
  • 1955 Elisabeth stirbt, offiziell aufgrund eines Treppensturzes, inoffiziell vertuscht durch Reginalds Vater und Großvater
  • 1961 Eintritt ins irische Militär – entgegen des ausdrücklichen Wunsches seiner Eltern
  • 1961 – 1963 Militärische Grundausbildung
  • 1963 Versetzung in den militärischen Geheimdienst, weitere Ausbildung und Einarbeitung durch Peter McNabb
  • 14.02.1964 Geburt von Mathilda
  • 1967 beginn der Beziehung mit Amanda Ross
  • 1970 Hochzeit mit Amanda
  • 31. Oktober 1979 Einsatz mit Peter McNabb, bei dem Peter offiziell verstarb, Schussverletzung am linken Unterschenkel
  • 1979 Mathilda läuft von zuhause weg, Reginald beginnt damit, nach ihr zu suchen
  • 1979 – 1980 zunächst Versetzung in den Innendienst, dort fortgeführte Arbeit für den Geheimdienst
  • 1981 gemeinsam mit Peter spürt Reginald Mathilda auf und schaltet den Vampir aus, der sich an ihr vergreifen wollte, Reginald nimmt Tilda mit zu sich nach Hause
  • 1983 Reginald wechselt zum NID, wo ihm relativ schnell klar wird, dass sie es in etlichen Fällen mit übernatürlichen Zwischenfällen zu tun haben, er beginnt sorgfältig auszuloten, wem dies sonst noch auffällt und wie seine Vorgesetzten im NID darauf reagieren
  • 1984 Das Direktorium wird offiziell über die übernatürlichen Verwicklungen in Kenntnis gesetzt, die zwei Direktoriumsmitglieder, die damit an die Regierung und das Innenministerium herantreten wollen, werden daran gehindert und öffentlich diskreditiert, einen der dadurch frei werdenden Direktoriumsposten übernimmt Reginald
  • 1984 – 1998 Ausbau des NIDs zur systematischen Geheimhaltung und Vertuschung übernatürlicher Existenz vor der Allgemeinheit, Kontaktierung und Aufbau von Netzwerken mit übernatürlichen Wesen

Einstellung zum Karfreitags-Abkommen
Das Karfreitagsabkommen birgt für Reginald mindestens genauso viele Risiken, wie Chancen. Er betrachtet es als gefährliche Übergangsphase. Der Frieden ist noch fragil und könnte jederzeit wieder kippen.
Insgesamt hält er das Abkommen für dringend notwendigen Schritt in die richtige Richtung, allerdings sieht er auch, dass nicht jeder damit einverstanden sein wird. Die über Jahrhunderte hinweg auf katholischer Seite erlebte Unterdrückung, die Ungleichbehandlung zweier Bevölkerungsgruppen, die sich nur darin unterscheiden, dass eine von beiden beichten geht und die andere eben nicht, werden nicht einfach über Nacht verschwinden.
Erlebnisse mit Anderswesen
Reginalds erste Berührungspunkte mit dem Übernatürlichen hatte er bereits als junger Mann, kurz nachdem er beim irischen Militärgeheimdienst angefangen hatte. Zunächst dachte er sich nicht einmal viel dabei, dass einer der Informanten, die sein ehemaliger Ausbilder, Peter McNabb, regelmäßig zu Rate zog, grundsätzlich nur des Nachts anzutreffen zu sein schien.
Als allerdings eines dieser Treffen vollkommen schief zu gehen drohte, ließ sich nicht mehr von der Hand weisen, dass mit diesem Mann etwas nach menschlichen Maßstäben ganz und gar nicht stimmte.
Eine Gruppe der Provisional IRA hatte offenbar erfahren, dass der Informant den Geheimdienst mit Wissen über ihre geplanten Aktionen versorgte und entschieden, dann zuzuschlagen, wenn sie direkt noch Angehörige des Militärs mitnehmen konnten.
Reginald, Peter und der Informant, gerieten in den Kugelhagel und nur dem Handeln von Reginalds Kollegen war es zu verdanken, dass Reginald nicht von Schüssen durchsiebt wurden.
Sein ehemaliger Ausbilder selbst hatte allerdings keineswegs dasselbe Glück. Er wurde getroffen. Schwer genug, dass es nahezu unmöglich schien, ihn aus der Schusslinie zu bringen, ehe er verblutete.
Der Informant allerdings schien deutlich andere Pläne zu haben, als sich von den Schüssen niederstreckenzulassen. Oh nein. Statt ebenso wie Reginalds ehemaliger Ausbilder im Kugelhagel zu fallen oder, wie Reginald selbst, Deckung hinter einem hastig umgeworfenen Tisch zu suchen, schoss er selbst einer Kugel gleich auf die Schützen zu.
Hinter seiner Deckung sah Reginald keineswegs, was genau geschah. Was er allerdings mitbekam, war, dass die Schüsse verstummten und stattdessen in angstvolle Schreie übergingen, ehe auch diese erstickten.
Der Informant war am Leben, als er erklärte, die Luft sei nun rein. Und als Reginald, der mit nichts als einem glatten Durchschuss durch den Unterschenkelmuskel, aus der Deckung kam war er gerade im Begriff, dessen ehemaligen Ausbilder etwas vom eigenen Blut einzuflößen, während er Reginald sachlich erklärte, dass er trotz allem berichten müsse, dass sein Ausbilder verstorben sei.
Mehr, als ihm das Leben auf seine Art und Weise zu retten, könne er, der Informant, nun nicht mehr tun, aber dafür sei es essenziell, dass davon nichts in den öffentlichen Akten zu finden sei.
Heute ist Reginald weit klarer als damals, dass es ausgesprochen riskant von dem Vampir war, ihn in diesem Moment einzuweihen. Weshalb genau das geschah, kann er auch noch immer nicht mit Sicherheit sagen. Nur, dass es reichlich verstörend war, den Beginn einer Wandlung zum Vampir mitanzusehen, ehe er gemeinsam mit dem Informanten ein Feuer legte, um die Beweise zu verwischen.
Seinen ehemaligen Ausbilder sah er erst Wochen später wieder, als dieser ihm einen nächtlichen Besuch abstattete. Die beiden haben bis heute Kontakt miteinander und Peter war es auch, der ihn begleitete, als er eine Spur von seiner Nichte, Mathilda, gefunden und zu einem Zuhälter zurückverfolgt hatte, der seine Mädchen zuweilen auch an Vampire verlieh.
Reginald ist sich bis heute sicher, dass sie keinen Moment zu früh kamen, um Tilda vor Schlimmerem als sexueller Ausbeutung zu bewahren.
Der Vampir, der bereits dazu angesetzt hatte, sie um ihr Blut zu erleichtern, überlebte dank Peter und dessen Erschaffer die Nacht keineswegs. Damals konnte Reginald es noch nicht wissen, aber damit endete in dieser Nacht auch eine bis heute offiziell ungeklärte Mordserie an zumeist blutjungen Prostituierten und Straßenkindern in Dublin und Umgebung.
Dass es neben Vampiren auch noch Werwölfe, Hexen und Gestaltwandler gibt, lernte Reginald mit der Zeit. Zum Teil durch Peter und dessen Erschaffer, zum Teil auch durch andere Kontakte, an die diese ihn weiterverwiesen.
Schon bevor er den Direktoriumsposten fürs NID annahm, hat er damit begonnen, sich zwischen anderen, wissenden Menschen und übernatürlichen Wesen entsprechend zu vernetzen.

Fähigkeiten

Waffenkenntnis:
7
Aufmerksamkeit:
7
Okkultes Wissen:
5
Reaktionsschnelligkeit:
4
Körperkraft :
3