Nenn mich Cat (sie/ihr).
Mein Discord-Handle lautet ancientcrazycatlady.
Wörtliche Rede in Posts möchte ich auf Deutsch schreiben. [Nachricht schreiben]
Lea Fitzgerald wirkt auf den ersten Blick ruhig, höflich und unauffällig – jemand, der lieber beobachtet als sich in den Mittelpunkt zu stellen. Wer genauer hinsieht, merkt schnell, dass diese Ruhe weniger Charakterzug als antrainierte Überlebensstrategie ist. Sie denkt scharf, erkennt Muster fast schon instinktiv und hält sich bewusst im Hintergrund, weil Abstand für sie die sicherere Art ist, mit Menschen umzugehen.
Aufgewachsen unter der Kontrolle ihres Vaters hat sie früh gelernt, Grenzen klar zu setzen und Konsequenzen ernst zu nehmen – auch die eigenen. Heute studiert sie forensische Psychologie und Okkultismus, liest Menschen besser als sich selbst und bewegt sich fast lautlos durch jedes soziale Gefüge. Sie ist loyal, wenn man sie lässt, konsequent, wenn man sie zwingt, und wesentlich weicher, als sie wirkt. Bindungen vermeidet sie, Freiheit nicht. Kunst, Training und ein funktionierender Kopf halten sie stabil, während sie versucht, sich selbst langsam aus dem Schatten ihres Vaters zu lösen.
Für eine Frau ist Lea recht groß. Sie überragt die meisten Personen und wenn sie dann auch noch hohe Schuhe trägt, überragt sie auch so manchen Mann. Das schwarze Haar trägt sie entweder offen und in hübschen Naturlocken, die ihr bis knapp unter die Schultern fallen oder aber ordentlich zusammengebunden als Pferdeschwanz oder sogar in edlen Steckfrisuren.
Ihre Kleidung ist nicht superteuer, aber schick und passend zum Anlass gewählt. Selbstverständlich hat sie auch ein paar ausgesprochen teure Stücke - zum Teil noch Kleider von ihrer Mutter oder Dinge, die Edward oder sogar sie selbst zu besonderen Anlässen gekauft haben- aber die trägt sie tatsächlich nur ausgesprochen selten. Ein paar ihrer Kleider sind außerdem sicher der immer schlimmer werdenden Spielsucht ihres Vaters zum Opfer gefallen, weshalb Lea mittlerweile darauf verzichtet, sich überteuerten Kram zu kaufen.
Die Irin ist zumeist in flachen Schuhen anzutreffen, wenn sie nicht gerade dabei ist, barfuß herumzulaufen. Sie bevorzugt dabei stabiles Schuhwerk wie Stiefel oder Boots.
Sonstige Anmerkungen
Lea trägt die ein oder andere Narbe von den Prügel-Einheiten, die sie durch ihren Vater erhalten hat. Außerdem gibt es einige feine Narben auf ihrer Haut, die mittlerweile kaum noch als Worte zu erkennen sind. Beschimpfungen, die ihr Vater ihr einmal hat zuteilwerden lassen. Die Narben sind gut verheilt, neuere Verletzungen gibt es bis jetzt keine.
Werte
Weltbild und moralischer Kodex
In einer Welt, die auf dem Prinzip von Ursache und Wirkung basiert, empfindet Lea es als absolut sinnvoll, dass auch die Konsequenz einer Handlung immer nachvollziehbar sein sollte. Mit der Zeit hat sich ein ihrer Ansicht nach passender Ansatz bewährt. Wer ihr nichts tut, der hat auch durch sie keine negativen Auswirkungen zu erwarten.
Lea würde sich selbst als durch und durch faire Person beschreiben.
Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass wer ihr auf die Füße tritt, sehr wohl mit einer entsprechenden Resonanz rechnen sollte. Dabei verfährt sie immer nach demselben Grundprinzip. Wer sie ärgert oder provoziert oder eine klar kommunizierte Grenze überschreitet, erhält eine Warnung. Eine zweite folgt auf dem Fuße, wird das Verhalten nicht eingestellt. Sollte die Person auch diese schlichtweg ignorieren, folgt die dritte und letzte Warnung. In diesem Fall teilt Lea ihrem Gegenüber sehr deutlich mit, was genau als nächstes geschehen wird.
Die Konsequenzen können dabei von harmlosen Dingen bis hin zu vermutlich strafrechtlich fragwürdigen Aktionen reichen, die allerdings nie aus dem Blauen herauskommen.
Lea findet, dass die Konsequenz einer Handlung immer in direktem Zusammenhang mit der Tat zu sehen sein sollte.
Daher passen auch Menschen, die die Konsequenzen ihres Handelns nicht tragen wollen, überhaupt nicht gut in ihr soziales Umfeld und sie entfernt diese schnell, wenn es zu Auffälligkeiten kommt. Entfernen darf hier natürlich nicht so verstanden werden, dass irgendwo Müllsäcke mit Leichenteilen auftauchen. Stattdessen lässt sie den Kontakt einschlafen und zieht sich Stück für Stück oder - wenn notwendig - auch direkt von der Person zurück.
Ansonsten schwimmt Lea am liebsten mit dem Strom und bleibt, soweit möglich, unauffällig.
Religion
Lea wurde getauft und ist katholisch, genau wie ihre Eltern. Sie selbst verbindet mit der Religion allerdings nicht besonders viel. Vielleicht liegt das auch daran, dass der Pfarrer ihrer Gemeinde stillschweigend hingenommen hat, dass ihr Vater sie misshandelt und missbraucht wie es ihm gerade gefällt. Oder aber es liegt daran, dass ein Gott, der Grausamkeiten wie Mord und die Verschleierung dessen zulässt, in Leas Augen kein gütiger Gott ist.
Sie findet keinen Trost im Gebet und sie findet auch keinen Halt im Geistlichen.
Lea war schon immer eher der Wissenschaft zugeneigt und glaubt eher an ein größeres Gefüge, das alles umfasst und das nur schwer mit menschlichen Maßstäben erklärbar ist.
Umso bescheuerter empfindet sie es, wenn man sich aufgrund eines imaginären Freundes streitet, der einfach ohnehin immer derselbe ist und noch dazu einfach nur unterschiedliche Namen bekommt. Werden dann auch noch andere Menschen aufgrund vermeintlich religiöser Regeln diskriminiert, empfindet sie die Situation sogar als noch absurder.
Pläne & Sorgen
Lea möchte ihr Studium abschließen und im Anschluss bei der Polizei arbeiten. Sie hat ein Faible für Forensische Ermittlungen und findet, dass der Beruf des Profilers mehr aus Amerika nach Irland rüberschwappen könnte. Aber hier empfindet man das alles noch als Mumpitz.
Sie möchte etwas bewegen und eine feste Größe werden.
Von Familiengründung hält sie allerdings recht wenig. Aktuell empfindet Lea diesen Gedanken als eher hinderlich, da sie sich rein auf ihre Karriere konzentrieren möchte. Auch eine Hochzeit schließt sie derzeit genauso kategorisch aus wie eine feste Beziehung.
All das plant sie erst für ihre dreißiger.
„Rehab, Recover, Relapse, Repeat!“
Familiendynamik
Für Edward Fitzgerald ist Familie ein System, das zu funktionieren hat und in dem im besten Fall alle ihren Platz kennen. Ordnung, Gehorsam und Respekt sind dabei die Werte, die er fordert und sich zur Not auch erzwingt, ohne Rücksicht auf Verluste.
Er liebt seine Tochter, da ist er sich sicher. Nur zeigt er es auf eine Weise, die hauptsächlich durch Kontrolle, Erwartung, Härte und in der Regel auch Gewalt dominiert wird. Er fordert von ihr permanente Disziplin und erlaubt ihr keine Fehltritte. Dabei kontrolliert er möglichst nicht nur das, was sie sagt, sondern wenn möglich auch das, was sie denkt.
Seit Helenas Tod sieht er in Lea das, was ihm noch bleibt. Und gleichzeitig das, was ihn an seine Frau erinnert. Von den schwarzen Locken angefangen bis hin zu den dunklen Augen, ihrem Lächeln oder bestimmten Bewegungen scheint sie ihrer Mutter zeitweise aus dem Gesicht geschnitten und so ganz scheint der werte Herr Garda Commissioner damit nicht zurechtzukommen.
Es macht ihn wütend, weil er sich schuldig fühlt, und diese Wut sucht sich grundsätzlich einen Weg.
Wenn Lea es wagt, ihm zu widersprechen, erinnert sie ihn damit an das Chaos aus dieser einen schicksalhaften Nacht und so adressiert er jeden Fehltritt mit entsprechenden Sanktionen.
Für Lea ist er somit bisher das Gesetz gewesen.
Sie hat gelernt, das Schweigen besser ist als zu widersprechen und von einem echten Familienzusammenhalt kann in der Familie Fitzgerald schon seit Leas achtem Lebensjahr wirklich keine Rede mehr sein.
Sie wird in ihrer neuen Situation erst lernen müssen, dass sie fortan tatsächlich sowas wie Freiheit hat. Und traurigerweise mehr Mitspracherecht, als das aktuell der Fall ist.
Familienbande
Eltern
Edward Fitzgerald (Garda Comissioner/ 56 Jahre / verheiratet bzw verwitwet)
Edward ist Macht, Kontrolle und Anspruch für Lea. Nach außen hin angesehener Beamter ist er privat ein Mann, der mit Verlust und Schuld überfordert ist und deshalb seine emotionale Unausgeglichenheit in Kontrollmechanismen kompensiert und an seiner Tochter auslebt.
Nach außen hin weiß niemand was schlechtes über den Mann zu sagen, der ausgesprochen gut darin ist, sich zu profilieren und allen den tollen Familienvater vorzuspielen. Er weiß, wie er sich verkaufen muss.
Helena Fitzgerald, geb. Solberg (verstorben / offiziell als vermisst gemeldet)
Helena war von Lea der Inbegriff von Ruhe und Sicherheit. Eine sanfte und geduldige Frau, die mit leiser Stimme und viel Wärme durchs Leben ging. Als sie noch lebte war das Leben schön. Lea hatte immer das Gefühl, gesehen zu werden.
Für Lea war ihre Mutter ein Anker, Orientierung und der einzige Mensch, bei dem sie Nähe nicht als aufgezwungen empfand.
Viel bleibt von Helena nicht zurück außer Erinnerungen, die schmerzhaft enden und Wunden geschlagen haben, die bis heute nicht vollständig verheilen wollen.
Das Übernatürliche
Glaube an Übernatürliches
Lea betrachtet Übernatürliches prinzipiell als Unsinn, den man logisch widerlegen kann. Trotzdem verunsichern sie manche Fälle oder Beweise, die sich nicht sauber erklären lassen.
Diese Zufälle machen sie mittlerweile ausgesprochen stutzig, aber sie möchte auch nicht als Verrückt empfunden werden.
Haltung zu Anderswesen
Lea glaubt nicht an übernatürliche Wesen, hält aber ungewöhnliche Spuren und seltsame Zwischenfälle im Hinterkopf. Sie bleibt rational, beobachtet genau und verwirft Unstimmigkeiten nicht einfach.
Wüsste Lea, das all die Geschichten wahr sind und Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler und sogar Hexen existieren… wäre sie vermutlich verdammt neugierig. Und würde versuchen herauszufinden, an wen sie sich wenden muss.
Leas Interesse würde sogar so tief gehen, dass sie versuchen würde Anlaufstellen dafür zu schaffen. Gäbe es all diese Dinge wirklich, dann wäre es - ihrer Ansicht nach - enorm wichtig dafür zu sorgen, dass auch rechtlich gegen bestimmte Dinge vorgegangen werden kann.
Sie denkt sehr stark aus der Sicht einer Person, die in der Strafverfolgung tätig ist, wenn es um ihr berufliches Umfeld geht.
Als Privatperson hingegen wäre Lea aufgeschlossen und neugierig und wie in allen Bereichen des Lebens sehr begeistert von allem, was sich ihr offenbart. Sie kann wie bereits erwähnt nicht gut mit Freizeit umgehen. Da kann man vorm schlafen gehen sicher auch mal noch fix durch ein paar Hexenbücher blättern, um noch neues Wissen aufzunehmen.
Charakterzüge
Charakter & Verhalten
Lea ist jemand, der nach außen hin erstaunlich ruhig und kontrolliert wirkt. Wer sie nur oberflächlich kennt, nimmt eine junge Frau wahr, die sich unauffällig verhält und genau weiß, was sie vom Leben möchte. In einem offenen Umfeld ist Lea ruhig aber aufgeschlossen. Sie nimmt nach einer Weile der Beobachtung durchaus an Gesprächen und sozialer Interaktion teil, ist aber lieber für sich und mag keinen Trubel.
Was wie Gelassenheit aussieht oder man noch als ‚sie ist eben introvertiert‘ bezeichnen könnte ist in Wahrheit jahrzehntelang antrainierte Überlebensstrategie, ohne die Leas Leben schlichtweg nicht funktioniert.
Nimmt man ihr diese weg, so bekommt sie Panikattacken und bewegt sich faktisch blind durch das soziale Gefüge um sie herum.
Abstand ist für sie die verlässlichere Form der Interaktion und so bleibt Lea lieber höflich und distanziert, lehnt aber niemanden direkt oder offen ab, der ihr nicht irgendwie quer gekommen ist.
Sie ist ein rationaler Mensch und erkennt Muster oder eben Abweichungen von diesen sehr schnell und ohne große Mühe. Lea kalkuliert und analysiert am laufenden Band. Es gibt nicht einen Moment in ihrem Leben, den sie nicht vollständig durchdenkt, plant und kategorisiert.
Ohne diesen Mechanismus würde sie vermutlich mittlerweile eher in irgendeiner geschlossenen Anstalt sitzen.
Gerade bei Edward scheint genau das allerdings nicht besonders gut zu funktionieren. Sein sprunghaftes Verhalten ist kaum berechenbar und für Lea der absolute Endgegner. Ihre größte Angst ist es, in eine Situation zu kommen, in der sie noch weniger Freiheiten hat als jetzt schon. Wie sie damit dann umgehen soll, weiß sie selbst noch nicht wirklich.
Tatsächlich ist ihre analytische Art zu denken kein Talent, sondern antrainiertes Verhalten. Geschult durch ein zu Hause, in dem sie permanent auf der Hut sein musste, weil Edwards Laune innerhalb von Sekunden umschwingen musste.
Die Übergriffigkeiten ihres Vaters haben zudem stark ihren Umgang mit der restlichen Umwelt geprägt.
Wer Leas Grenzen überschreitet erhält maximal drei Warnungen – und wird danach mit der Konsequenz konfrontiert, die angekündigt wurde.
Wer allerdings ihre Grenzen achtet und sich von ihrer eher distanzierten Art nicht abschrecken lässt, der findet in Lea eine loyale und ruhige Gefährtin.
Ausgleich findet Lea in einem doch recht lebhaften Sexualleben, ihrem Studium und der Arbeit. Auch der Kunst ist sie nicht abgeneigt und nutzt all diese Dinge, um sich etwas Schönes in der Welt zu gönnen. Mit Tieren kann sie besser als mit Menschen.
Auch die regelmäßigen Besuche auf dem Schießstand dürfen nicht fehlen. Lea ist eine recht gute Schützin, was allerdings auch daran liegt, dass sie seit ihrem sechzehnten Lebensjahr Sportschützin ist. Auf ein lebendes Wesen hat sie noch nie geschossen. Und hat das auch – wenn es nicht zur Verteidigung des eigenen Lebens notwendig ist – nicht vor. Ist jemand wirklich grundlos freundlich zu ihr, wittert Lea allerdings eher eine Falle. Für sie hat alles einen Hintergrund und pure Freundlichkeit nur aus Menschlichkeit ist ihr völlig fremd und suspekt.
Zudem kann sie absolut nicht gut mit Freizeit. Damit ihre Coping-Mechanismen funktionieren, muss sie immer etwas zu tun haben. Dinge liegen zu lassen oder einfach nichts zu tun ist für sie schlichtweg nicht möglich. Entsprechend ist sie permanent am lernen, lesen, mit ihren Hobbies beschäftigt oder füllt die Zeit mit anderen Dingen, die ihr sinnvoll erscheinen.
Wenn man es hinter Leas Maske schafft, dann findet man dort eine ausgesprochen ruhige und fast schon friedliebende Person. Lea lügt nicht – außer sie wird dazu gezwungen – und sie fügt nicht gerne Schaden zu. Außer sie wird dazu gezwungen.
Sie verurteilt sinnlose Gewalt aufs Schärfste und wählt selbst eher den Weg, der ohne Gewalt auskommt. Lieber redet sie, als dass sie jemanden mit Taten konfrontiert, sie ist allerdings auch kompromisslos und konsequent, wenn alles andere nicht fruchtet.
Muss sie aufgrund einer letzten Warnung zur Gewalt greifen, nimmt sie das allerdings keineswegs mit. Lea vertritt die Ansicht, dass jemand, er mehrfach gewarnt wurde und sogar darüber informiert wird, was mit ihm passiert, es offenbar nicht anders wollte. Das geht dann entsprechend mit der Person nach Hause, die ihre Grenzen immer und immer wieder missachtet hat.
Lea hat zudem durch Edward gelernt, dass das Durchsetzen einer solchen Grenze auch gerne mal gewaltvoll vonstatten gehen darf. Er lebt es ihr immerhin genau so vor. Und kommt damit allgemein auch durchs Leben.
Auch wenn sie es nicht zugeben wird, schlummert in Lea zuweilen eine kleine Romantikerin. Aber so wirklich hat das noch niemand wach gekitzelt.
Stattdessen mag sie es, wenn Männer - oder dann und wann auch Frauen – die Kontrolle übernehmen und ihren Alltag lenken, sofern sie ihren Konsens dazu erteilt hat. Dabei geht sie allerdings nach wie vor keine feste Bindungen ein und sucht sich bewusst Menschen mit Erfahrung.
Lea könnte man mühelos als emotional belastbar bezeichnen. Das liegt keineswegs daran, dass sie nichts fühlt. Aber sie ist mittlerweile sehr gut darin, Dinge wegzusortieren und sich selbst abzuschalten. Man könnte sie in emotional belastbaren Momenten, die nicht sie persönlich betreffen, quasi als Vogelscheuche bezeichnen. Diese Dinge prasseln zwar auf sie ein, aber das sie selbst nichts damit zu tun hat, kann sie das von sich fernhalten. Das sorgt häufiger dafür, dass sie anderen Menschen kalt und unnahbar vorkommt. Nichts, das sie nun zwingend stört. Ihre rationale Art schützt sie.
Wird sie allerdings persönlich mit ihren eigenen Traumata konfrontiert, sieht die Sache schon wieder anders aus. Dunkelhaarige Frauen mit Kopfverletzungen oder Blutlachen an Fußenden von Treppen lösen bei Lea starke Panikgefühle aus, die sie kaum verbergen kann. In diesen Momenten zieht sie sich notfalls gewaltsam aus der Situation und geht dabei auch ungewohnt irrational, grob und wenig sensibel vor, wenn man ihr diesen Weg verbieten möchte. Auch Edward ist quasi ihre Achilles-Ferse. Bei ihm funktioniert kein Mechanismus, ihre Angst übernimmt das Ruder und Lea wechselt in den Überlebensmodus.
Was für andere eindeutig als starke Belastung empfunden werden würde ist für sie längst Alltag. Sie lebt so, weil sie es nicht anders kennt und weil sie leben will. Aufzugeben kommt nicht in Frage. Es ist einfach ihre Art und Weise, sich selbst zu schützen, auch wenn das keine bewusste Entscheidung ist.
Kampfstil
Amüsanterweise hat Edward durchaus darauf geachtet, dass Lea sich auch körperlich gegen Angreifer zur Wehr setzen könnte. Seit ihrem 6. Lebensjahr macht sie Judo und Karate und kann sich somit zumindest gegen einen Angriff zur Wehr setzen, sollte das nötig sein.
Ansonsten ist Lea seit ihrem 16. Lebensjahr als Sportschützin tätig. Angefangen hat sie mit Luftgewehren, mittlerweile schießt sie mit scharfer Munition auf Zielscheiben. Sie macht allerdings keine Wettkämpfe, hat allerdings mittlerweile eine Browning Hi-Power im Waffenschrank zu Hause, mit der sie auch regelmäßig schießt.
In Irland ist es nicht einfach, an eine Erlaubnis zum Waffenbesitz zu kommen, doch Edward konnte hier aufgrund ihrer Sportschützentätigkeit und ihrer Polizeinähe einiges drehen.
Lea käme bis jetzt niemals auf den Gedanken, die Waffe auch nur im Ansatz gegen ein lebendes Wesen einzusetzen.
Inneres
Ängste & Traumata
Mit 8 Jahren wurde Lea Zeugin, wie ihr Vater ihre Mutter die Treppe herunterstieß und diese durch den Sturz auf einen Geländerpfosten ums Leben kam.
Bis heute wird sie das Bild nicht los, die Szenerie hat sich komplett in ihre Erinnerung eingebrannt und verfolgt sie bis heute auch in ihre Träume oder als intrusiver Gedanke, den sie nicht steuern kann.
Weniger präsent hingegen ist der Umstand, dass ihr Vater sie in seiner Panik gezwungen hat, die Leiche mit ihm zusammen quer übers Gelände zu schleppen und in dem steinernen Altar einer kleinen Kapelle zu verstecken, die in dem Wald hinter dem Grundstück des Anwesens liegt.
Mittlerweile hat die Natur sich den Ort vollständig zurückgeholt. Der Deckel des Altars ließe sich nur mit Hilfsmitteln öffnen, hat Edward den Innenraum doch mit Beton aufgefüllt, nachdem er Helena hineingelegt hat.
Vielleicht suchen dann und wann ein paar neugierige Leute den Ort noch auf, aber die Kapelle ist nicht mehr betretbar ohne entsprechende Sicherheitsausrüstung.
Lea selbst leidet entsprechend unter Flashbacks und Panikattacken, die sie aber meist gut im Griff hat. In der Regel schafft sie es sich lange genug zu regulieren, um an einem Ort, an dem sie unbeobachtet ist, ihre Gefühle zuzulassen. Dann schreit und brüllt sie und neigt unter Umständen sogar zur Selbstverletzung, auch wenn das eines der Extreme ist, die sie einzudämmen versucht.
Oder die in der Form stattfinden, dass sie sich mit ihrem Vater streitet. Ohnehin neigt er zu körperlicher Züchtigung, sobald Lea auch nur ein falsches Wort sagt.
Auch mit lauten Stimmen, schnell erhobenen Händen wie zum Schlag oder unvorhersehbaren Situationen kommt sie aufgrund ihrer Erlebnisse nicht besonders gut klar, auch wenn sie gut darin ist, das zu verstecken.
- Lea ausgesprochen gerne malt und dafür ein großes Talent hat?
- sie fließend irisch, englisch, deutsch und französisch spricht?
- sie sich derzeit auch an russisch versucht, damit aber keine guten Fortschritte macht?
- sie Norwegen liebt und dort gerne im Winter Urlaub machen würde, um Nordlichter anzuschauen?
- sie ein absolutes Winterkind ist, das auch gerne barfuß durch den Schnee läuft?
- es für sie eines der schönsten Gefühle der Welt ist, Schnee unter den Füßen zu spüren?
- ihr Lieblingsgeräusch knirschender Schnee ist?
- sie es liebt, Schneeengel zu machen?
- ihr Lieblingsmärchen die Schneekönigin ist?
- Lea Schokoladenpudding mit Rosinen total liebt?
- sie blonde Männer überhaupt nicht mag und auch keinen Sex mit ihnen haben möchte?
- sie gerne Sex hat und dabei einen regelmäßigen Wechsel ihrer Partner nicht scheut?
- Lea reiten kann?
- und sie außerdem ein eigenes Pferd hat?
- sie keine feste Beziehung möchte, weil sie die als einengend empfindet?
- Lea findet, dass man der Psychologie bei polizeilichen Ermittlungen zu wenig Bedeutung beimisst?
- sie überhaupt nicht gut mit emotionalen Situationen umgehen kann, die sie selbst betreffen?
- ihr Lieblingsessen Pizza mit Artischocken ist?
- sie ohne Musik nicht leben kann?
- Lea ausgesprochen gerne – und auch gut! – singt, aber glaubt, dass sie ganz fürchterlich klingt?
- sie ein Kuscheltier hat? Ein Schweinchen namens Schnitzel. *
- sie ohne dieses Kuscheltier nicht schlafen kann?
* Anm. der Autorin: Dieser Fakt ist auf gar keinen Fall realen Bedingungen nachempfunden!
… Es ist von Ikea.
Und es ist eine sehr gute Einschlafbegleitung!
Schlüsselmomente
Persönlicher Zeitstrahl
14.03.1974: Geburt in Dublin, Irland
Geboren in eine streng katholische, regelorientierte Familie
Mutter: Helena Fitzgerald
Vater: Edward Fitzgerald (später Garda Commissioner)
05.09.1980: Einschulung an einer katholischen Mädchenschule
Lea zeigt früh hohe Intelligenz und Anpassungsfähigkeit
Sehr unauffälliges Kind, perfektionistisch und pflichtbewusst
12.06.1982: Tod der Mutter (offiziell „vermisst“)
Lea wird Zeugin eines Streits zwischen ihren Eltern
Sie findet ihre Mutter tot am Treppenabsatz
Edward zwingt Lea, bei der Vertuschung zu helfen
Körper wird in einer alten Kapelle auf dem Grundstück verscharrt
Der Fall wird später als Cold Case geführt
1983–1990: Schulzeit
Konsequent gute Leistungen
Entwicklung eines ausgeprägten Feingefühls für Stimmungen
Beginnende Schlafstörungen und Albträume
Lea versucht mehrfach, sich Hilfe zu holen – ohne Erfolg
15.07.1990: Schulabschluss
Abschluss mit Bestnoten
Interesse an Psychologie, Kriminalistik und Ursachenforschung
Konflikte mit dem Vater über Zukunftspläne
01.10.1993: Beginn des Psychologiestudiums am Trinity College Dublin, beginnt außerdem einen Nebenjob bei Mint & Mallow als Kellnerin
Nebenfach: Okkultismus & Mythologie
Lea beginnt seltsame Unstimmigkeiten in aktuellen Fällen zu sehen, glaubt aber, sich das einzubilden.
Beobachtet unheimliche Zufälle, kann sie aber nicht einordnen
01.03.1996: Spezialisierung auf Forensische Psychologie
Lea wählt entsprechende Kurse in der Uni, um sich in diesem Gebiet zu festigen
Sie beginnt dann und wann abend mit ihrem Vater und dessen Kollegen zusammenzusitzen
Ihr gutes Gespür fällt auf, wenn die Männer über aktuelle Fälle sprechen – aber sie wird belächelt, wenn sie sich äußert und die psychologische Relevanz in Ermittlungen anspricht
Ihr Gespür sorgt durch Zufall für die Auflösung eines Falls, als sie an der Pinnwand im Arbeitszimmer ihres Vaters dort sortierte Informationen in eine neue Reihenfolge bringt. Natürlich brüstet Edward sich mit der Intelligenz und den Fähigkeiten seiner Tochter und zerrt sie vor seinen Kollegen ins Rampenlicht.
10.04.1998: Karfreitagsabkommen
Rational erkennt sie die historische Bedeutung
Emotionale Skepsis aufgrund ihrer Erfahrungen mit Autoritäten
Für sie: notwendiger Frieden, aber kein wirklich gerechter
jetzt: Vorbereitung auf Abschlussphase des Studiums
Lea erhält auf Anfrage die Möglichkeit, mit Fallakten aus den 60ern zu arbeiten, die längst geschlossen sind oder zum Cold Case erklärt wurden
Sie schweigt zu der von ihr schnell erkannten Korruption in um nicht selbst in den Fokus zu geraten, da sie sich sicher ist, dass das Problem seit den 60ern nicht verschwunden ist
Ihr Interesse an der Polizei und am Profiling verfestigt sich
Einstellung zum Karfreitags-Abkommen
Lea sieht das Abkommen mit vorsichtiger Hoffnung. Aber auch mit viel Misstrauen.
Auf rationaler Ebene versteht sie die historische Tragweite. Das Abkommen bedeutet das Ende jahrzehntelanger Gewalt und so auch die Chance auf eine stabile Zukunft. Es bedeutet weniger Tote und damit weniger Angst.
Emotional hingegen ist sie skeptisch. Lea ist in einer Welt aufgewachsen, in der Autoritäten die Wahrheit vertuschen, Schuldige davonkommen und die Wahrheit offenbar verhandelbar ist. Ihr Vater steht in diesem Fall sinnbildlich für das System: Saubere Uniform, schmutzige Hände.
Lea ist sich sicher, dass man die Gewalt nicht einfach so mit einem Stück Papier beenden kann. Es gibt immer ein Echo.
Erlebnisse mit Anderswesen
Lea hatte noch keine bewussten Interaktionen mit Anderswesen und mit ihr hat bis jetzt ebenfalls noch niemand interagiert.
Geburt & Kindheit
Leas Kindheit ist bis zu ihrem achten Lebensjahr eher ruhig. Sie hat eine enge Bindung zu ihrer Mutter, die mit ihrer ruhigen und liebevollen Art ein Anker für das neugierige Mädchen ist, das ausgesprochen schlecht schläft und nur schwer überhaupt dazu zu bringen ist, ins Bett zu gehen.
Auch ihr Vater ist eher liebevoll, aber auch gerne nah an dem Kind, was Lea nicht besonders seltsam findet. Es ist immerhin ihr Vater. Dennoch ist er deutlich strenger als ihre Mutter.
Und obwohl Lea ihre Eltern mit einem keineswegs an Tag und Nacht angeglichenen Rhythmus auf Trab hält, lernt sie früh, korrekt und höflich zu sein. Sie wächst in Reichtum auf, ihre Eltern haben mehr als genug Geld und die Familie wohnt in einem großen Anwesen außerhalb von Dublin.
Doch von einem Moment auf den anderen zerbricht Leas Welt in tausende von Scherben.
Nach dem Tod ihrer Mutter erkennt Lea ihren Vater nicht wieder.
Sein Kontrollzwang verstärkt sich deutlich und er kontrolliert sämtliche Abläufe im Haus, bis hin zu den Haushältern die er mit deutlich strengerer Hand führt, als seine Frau es getan hätte.
Lea wächst in einem regelrechten Kontrollstaat auf, immer die schützende und steuernde Hand des Vaters im Nacken.
Er zwingt ihr Nähe auf und beginnt damit, sie mehr und mehr von ihrem Umfeld abzukapseln. Für das Kind wirkt all das zwar merkwürdig, aber sie traut sich nicht, die Systematik dahinter zu erfragen und fügt sich brav in das, was ihr Vater sagt.
Auch aufgrund der Androhungen durch Edward, dass mit ihr dasselbe passiert wie mit ihrer Mutter, wenn sie mit irgendwem darüber spricht.
Sie macht brav alles mit und lügt sogar als sie zum verschwinden ihrer Mutter befragt wird. Sie behauptet, ihre Mutter nicht mehr gesehen zu haben, seit diese sie ins Bett gebracht hat – eine Lüge, die Lea heute noch quält.
Ihre Kindheit ist fortan geprägt von Kontrolle, Angst und starken Versagensängsten.
Ihre Verhaltensauffälligkeit ist die, dass sie still wird und jedem aus dem Weg zu gehen beginnt aus Sorge, sie müsste wieder jemanden anlügen.
Das Trauma setzt den ersten Grundstein für Leas radikales Denken hinsichtlich der eigenen Grenzen.
An die Befragungen durch Polizei und Jugendamt erinnert Lea sich heute kaum noch. Die Zeit ist stark verwaschen und wird vom Trauma vollständig überschattet. Hätte sie noch Erinnerungen daran wüsste sie, wie verunsichert sie war. Wieviel Angst sie hatte. Dass sie nicht getraut hat, sich Hilfe zu holen. Zu verschüchtert von der Drohung ihres Vaters, dass sie stirbt, wenn sie etwas sagt. Sie hat brav getan, was er von ihr wollte. Und glaubte Edward blind, dass ihr ohnehin niemand glauben würde, weil er zu viel Kontakte hatte. Eine Praktik, die er bis heute anwendet.
Schulzeit & Jugend
Auch in ihrer Jugend ist Edwards Kontrolle ein ständiger Begleiter. Er ist streng, verlangt von ihr harte Disziplin und lässt keine Möglichkeit aus, sie zu gängeln und ihr in Erinnerung zu rufen, wer das sagen hat.
Regeln macht er regelrecht zu Ritualen und andere wären vermutlich unter all der geforderten Disziplin und dem Erwartungsdruck zusammengebrochen, doch Lea möchte gefallen und entwickelt dank ihres Vaters eine regelrechte Arbeitssucht. Ihre Neugierde und ihre Lernbereitschaft sind dabei gute Stützen, denn ihr wird ohnehin schnell langweilig, wenn ihr Gehirn nicht ausreichend Futter bekommt.
Edwards wankelmütige Laune beginnt schnell in Gewalt umzuschlagen, die nicht mehr nur psychischer Natur ist. Als Lea zwölf wird, verprügelt Edward sie zum ersten Mal. Schlimm genug, dass sie tagelang nicht zur Schule kann. Am Ende wird er behaupten, sie sei beim Reitunterricht böse gestürzt. Niemand hinterfragt das.
Sie versucht sich danach auch zum ersten – und einzigen Mal – Hilfe zu holen, doch man bringt sie zurück nach Hause.
Ihr Vater sei ein angesehener Mann bei der Polizei in Dublin und der würde sowas sicher nicht tun. Sie solle sich einfach besser benehmen und tun, was ihr Vater sagt, dann passiert sowas auch nicht.
Lea lernt, dass sie keine Hilfe bekommt, egal wie dringend diese nötig wäre.
In der Schule ist sie weiter distanziert, Freundschaften schließt sie keine.
Sie lernt durch ihr Umfeld, dass sie Rücksicht auf ihren Vater nehmen muss, der sie immerhin alleine aufziehen muss, nachdem seine Frau sich aus dem Staub gemacht hat. Wie es ihr damit geht, fragt niemand.
Immerhin ist sie die perfekte stille Tochter, die nur einmal versucht hat auszubrechen. Die Erwachsenen nennen es jugendlichen Leichtsinn.
Als Lea sechzehn wird, nähert Edward ihr sich zum ersten Mal unangemessen. Er erklärt seiner minderjährigen Tochter seine Liebe und macht ihr ein unvorstellbares Angebot. Als Lea in Tränen ausbricht und in Panik gerät scheint wenigstens in diesem Fall sein Kopf zu begreifen, dass er zu weit geht. Er entschuldigt sich, doch für Lea ist das der Tropfen auf dem heißen Stein.
Sie beginnt sich emotional und mental von Edward abzugrenzen, auch wenn sie seine Regeln weiterhin befolgt. Ihre Abgrenzung geht soweit, dass sie auch von außen niemanden an sich heranlässt. Sie beginnt zeitweise damit, sich selbst zu verletzen und ritzt sich mit einer Metallfeder von einem Füller Wörter in die Haut. Beschimpfungen, die ihr Vater benutzt hat, um sie zu erniedrigen.
Sie wird bereits vor ihrer Volljährigkeit sexuell abenteuerlustig in der Hoffnung, so einen Moment der Kontrolle zu entgehen, die sie zu Hause erfährt. Für sie bedeutet es Freiheit. Auch später ist Lea binungsphobisch und nicht in der Lage dazu, eine feste Beziehung einzugehen. Sie wird es zunächst bei wechselnden Partnern belassen.
Lea setzt für sich die feste Regel, dass kein Mensch mehr als zwei freundliche Warnungen verdient hat, als ihr erster fester Freund ihre Grenzen nicht respektiert. Sie bricht ihm das Handgelenk, nachdem sie ihm erklärt hat, dass er sie nicht anzufassen hat, wenn er das nicht will. Die Handlung war mit der dritten Warnung angekündigt.
Studienzeit
Lea findet sich gut in ihr Studium ein und beginnt am Wochenende in der Teestube Mint & Mallow zu arbeiten. Dort fühlt sie sich wohl, öffnet sich allerdings niemandem gegenüber hinsichtlich ihres Privatlebens und hält die Bekanntschaften dort noch auf Abstand, auch wenn sie ihre Chefin sehr gerne mag und mit den Gästen keinerlei Probleme hat.
Lea entwickelte eine gewisse Form der Resignation um das Verhalten ihres Vaters ihr gegenüber zu ertragen. Sie erduldet seine Eskapaden schlichtweg und legt sich zeitweise sogar sehr bewusst mit ihm an, weil sie sich anders nicht mehr spürt.
Während des Studiums beginnt sie, eine skeptisch analytische Seite an sich zu entdecken, die sie vorher nie zulassen durfte.
Sie entdeckt zwar die erlernten Mechanismen an ihrem Vater wieder, schafft es aber nicht, sich gegen ihn zur Wehr zu setzen. Insbesondere weil ihr umso mehr klar wird, wie viel Macht ihr Vater mittlerweile hat.
Die Ernennung zum Garda Commissioner ist nicht überraschend und Lea ist sich sicher, dass dafür vermutlich auch viel Geld geflossen sein dürfte.
Edward lässt sich gelegentlich Fälle einsehen, hier und da begleitet Lea ihn zu offiziellen Terminen. Er bindet sich weit genug ein, sodass er sicher ist, dass er ihre Loyalität weiter bei sich hat.
Gegen Edwards Anweisung wählt Lea im Nebenfach schließlich Okkultismus.
Und beginnt im Rahmen dessen so manchen Fall, in dem die Polizei ermittelt - sie entnimmt es den Medien oder kleinen Gesprächsfetzen mit ihrem Vater - mit anderen Augen zu sehen.
Sie sagt allerdings nichts dazu, da ihr ohnehin niemand glauben würde. Sie glaubt sich das ja selbst nicht.
Sie bemerkt außerdem, dass einige der abgeschlossenen Fälle aus den 60ern nicht ganz sauber sind.Ihr ist bewusst, dass die Polizei in Dublin ein Korruptions-Problem hat, doch sie hält den Mund.
Lea verbringt häufiger die Abende mit ihrem Vater, da seine Einwirkung durch ihr Studium und die Dienste in der Teestube stark eingeschränkt wurde. Um das zu kompensieren zwingt er sie dazu, mit ihm und ein paar Kollegen zusammenzusitzen. Lea fühlt sich unwohl, weil jeder Versuch, sich aktiv an den Gesprächen zu beteiligen einfach von den Männern schlussendlich ins lächerliche gezogen wird.
Einige Wochen später ordnet sie in Edwards Arbeitszimmer an einem dieser Abende Informationen an einer Pinnwand neu, weil ihr Unstimmigkeiten auffallen. Diese Handlung führt dazu, dass ein Fall abgeschlossen werden kann, der die Polizei seit einiger Zeit auf Trab gehalten hat. Es überrascht sie nicht einmal, dass Edward sich mit ihren Leistungen brüstet und für sie rein gar nichts dabei herausspringt. Ihre Bitte, sie zu involvieren und klar zu machen, dass die Polizei Hilfe hatte und ihr so ein Sprungbrett zur Polizei zu verschaffen, wird von ihm belustigt abgelehnt. Edward macht ihr klar, dass ihr Wunsch danach, einen psychologischen Aspekt in die Polizeiarbeit einzubringen am Ende ohnehin scheitern wird. Er glaubt nicht, dass sich das durchsetzt.
In Wahrheit möchte er allerdings nicht, dass seine immer aufmüpfiger werdende Tochter Kontakt zu Personen bekommt, die ihm gefährlich werden könnten. Er hat Angst, dass sie ihn auffliegen lässt, weil ihm klar ist, das Lea vermutlich schnell durchschauen würde, was falsch läuft. Seine Angst geht soweit, dass er sie in allen Richtungen sabotiert, wo er nur kann.
In etwa diesem Zeitraum beginnt ihr Vater eine Spielsucht zu entwickeln und verzockt dabei fast das gesamte Familienvermögen, da er mit dem immer größer werdenden Druck nur schwer zurechtkommt. Bis jetzt leidet seine Arbeit scheinbar noch nicht darunter, aber das ist nur eine Frage der Zeit.