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under pale skies -
Johann Rasmussen
Nenn mich Cat (sie/ihr).
Mein Discord-Handle lautet ancientcrazycatlady.
Wörtliche Rede in Posts möchte ich auf Deutsch schreiben.
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Johann Rasmussen ist ein Mann, den man nicht durchschaut. Ein kontrollierter Geist in einem disziplinierten Körper, dessen Ruhe selten Erleichterung, sondern Anspannung bedeutet. Er wirkt charismatisch, weltgewandt, fast charmant, solange man nicht merkt, wie berechnend jede seiner Gesten ist. Zielstrebig bis zur Härte und mit einer Präzision, die Menschen eher verstummen lässt, als sie näherzubringen. In Gesellschaft höflich, aber unnahbar, ist er jemand, der Nähe nur zulässt, solange sie ihn nicht berührt. Sein Denken ist logisch, sein Urteil kalt, seine Moral variabel. Und doch haftet ihm eine seltsame Faszination an – wie jemandem, der Dinge weiß, die man selbst lieber nicht wissen möchte.

Terminkalender

Identität

Name Johann Rasmussen

Aussprache Jo-hann Rass-mu-sen
Spezies Hexe
Geburtstag 04.09.1836
Alter161 Jahre
Beruf
  • Dozent für Anatomie/Gerichtsmediziner seit dem 18.05.1972
Heimat Kopenhagen, Dänemark
Wohnhaft in Dublin (Stadt) (4. Bezirk)
Familienstand verwitwet

Äußere Erscheinung

Größe: 191
Statur: durchschnittlich
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: braun
Charakter-Moodboard
Äußerliche Besonderheiten
Er ist ein Mann in den besten Jahren - scheinbar. Großgewachsen, mit aufrechter Haltung und der kontrollieren Ruhe eines Menschen, der Disziplin gewöhnt ist. Sein Gesicht ist markant: hohe Wangenknochen, ein klar definierter Kiefer, eine gerade Nase. Die Augen sind dunkelbraun, ruhig und durchdringend, oft mit einem Ausdruck zwischen Ironie, Amüsement und Müdigkeit. Das dunkle Haar ist dicht, meist ordentlich gekämmt und hier und da lassen sich erste graue Strähnen vermuten.
In seinen Bewegungen wirkt er beherrscht, fast lautlos. Seine Kleidung ist stets makellos, meist schlicht und in dunklen Farben gehalten. Er kleidet sich dennoch elegant und sein Stil scheint einfach nie aus der Mode zu kommen.
Allgemein wirkt der Mediziner mehr wie jemand, der lieber beobachtet als das er selbst viel spricht.

Unter seinen Student:innen ist er Dozent ausgesprochen beliebt, seine Vorlesungen und Kurse sind stets gut besucht und er ist ein viel konsultiertes Mitglied des Lehrstabs.
Sonstige Anmerkungen
Nicht nur Johann meidet andere Hexen. Seit seine Frau verstorben ist und er mehr in die dunklen Domänen der Magie abdriftet und sein Wissen sich schon längst nicht mehr ausschließlich auf das Studium dieser Dinge beläuft, meiden ihn auch die meisten Hexen. Wenn sie ihn nicht sogar verurteilen.
Denn auch, wenn Johann es schafft, die Auswirkungen von Nekromantie und Carnomantie magisch zu verstecken, um unter den Menschen nicht aufzufallen, so nehmen Hexen und gegebenenfalls andere Anderswesen diese feinen Unterschiede eben sehr wohl wahr, wobei die Erfahrung ausschlaggebend dafür ist, wie stark es wahrgenommen wird.
Der Eindruck kann von Irritation bis hin zu dem Wissen, womit man es zu tun hat, ausreichen.

Werte

Weltbild und moralischer Kodex
Moral ist für Johann kein Gesetz, sondern ein Werkzeug. Er glaubt nicht an Gut oder Böse, sondern an Notwendigkeit. Handlungen bewertet er nach ihrer Effizienz, nicht nach ihrer ethischen Tragweite. Verantwortung bedeutet für ihn, die Konsequenzen seiner Entscheidungen zu tragen – nicht, sie zu vermeiden. Er folgt seiner eigenen Ordnung: Wissen über alles, Kontrolle vor Chaos, Ursache vor Emotion. Für ihn ist es kein Frevel, Grenzen zu überschreiten, wenn der Zweck die Erkenntnis ist. Seine Moral ist nicht fehlend – sie ist nur seine eigene, und sie endet dort, wo Unwissen beginnt.
Religion
Er ist evangelisch-lutherisch getauft, wie es in seiner Zeit üblich war, doch der Glaube hatte für ihn nie mehr Bedeutung als ein soziales Übereinkommen. Religion ist für Johann ein Versuch, Ordnung in das Unbegreifliche zu bringen – etwas, das man erforschen sollte, nicht verehren. Er glaubt an Struktur, Ursache und Wirkung, nicht an Schöpfung oder Vorsehung. Wenn er über Gott spricht, dann wie über eine Idee, die sich überlebt hat. Das Göttliche ist für ihn kein Wesen, sondern eine Formel, die noch niemand lösen konnte.
Den religiösen Konflikt kann er nicht wirklich nachvollziehen, glauben am Ende doch alle Religionen an eine übergeordnete Macht und der Name dieser Entität sollte kein Grund für Streit sein.

Er selbst gehört mittlerweile keiner Kirche mehr an.
Ziele, Wünsche und Pläne
Johanns persönliche Ziele sind recht explizit gesteckt. Neben seinen Tätigkeiten als Gerichtsmediziner und als beliebter Dozent gilt seine Aufmerksamkeit und Hingabe den eigenen Forschungen. Er will den Tod besiegen und seine Frau wieder zum Leben erwecken. Er glaubt, dass die Lösung in seinen Fähigkeiten und dem Wissen seiner Familie liegt und ignoriert dabei jegliche Folgen - sowohl für sein Umfeld wie auch für sich selbst.
Zeitgleich wird er sich auch politisch stark engagieren und so versuchen, für sich selbst die besten Möglichkeiten herauszuschlagen.
„Mit jedem neuen Kuss von mir, wirst du wach“
Familiendynamik
Johanns Familie war kein Ort lauter Worte, sondern erfüllt mit vielen kleinen Selbstverständlichkeiten. Jeder wusste, worauf es ankam und was der andere brauchte. Abläufe funktionierten zwischen ihnen nicht aus Zwängen oder Pflichtbewusstsein heraus, sondern weil allen bewusst war, wie wichtig es war, dass eine Familie ineinandergriff wie gut geölte Zahnräder.
Mit Johanns Vater als Autorität war seine Mutter es, die gleichzeitig Raum schuf, ohne das diesen mit Zwang für sich oder ihr Kind beanspruchte. Johann wuchs an einem Ort des Lernens auf, in Wärme und Geborgenheit trotz dunkler Praktiken, die er früh lernte.

Später gab er diese Nähe und die vielen ungesagten Zuneigungsbekundungen weiter an einen Mann, der ihn schon aufgrund seiner Natur faszinierte. Ciro de Vecchio war zunächst nur sein Student, doch später arbeiteten sie zusammen und es entwickelte sich zwischen dem mittlerweile zu einem Vampir verwandelten Mann und dem älteren Hexer eine Art Vater - Sohn Beziehung. Das Verhältnis hält bis heute an und ist geprägt von Vertrauen, Ehrlichkeit und Schweigen, das von beiden Männern geschätzt wird.

Zu seiner beinahe Ehefrau pflegte Johann ein sehr enges Verhältnis. Ihr Glück sollte nur nicht von Dauer sein, sodass der Hexer es derzeit vorzieht, für sich zu bleiben und der Liebe entschieden keine neue Chance geben zu wollen.

Zu seinem Vater hält er bis dato losen Kontakt.

Familienbande

Eltern
Johanns Vater war Arzt - ein Mann, der Ordnung liebte und in dessen Welt es für einfach alles eine Erklärung geben musste. Er wurde nie laut, hat seinen Sohn nie geschlagen oder anderweitig gezüchtigt. Das war allerdings auch nicht notwendig. Seine Autorität und Ausstrahlung haben vollkommen ausgereicht um seinen Sohn mit der Gewissheit zu erfüllen, dass der Vater am Ende ohnehin Recht behielt. Selbst dann, wenn er gar nicht im Recht war.
Von seinem Vater lernte Johann Disziplin und wurde früh in die Medizin eingeführt. Die Wissenschaft und das Interesse für den menschlichen Körper verband die beiden sehr früh miteinander und so fügte sich der Junge in die Studien seines Vaters, die ihm das Gegenteil wissenschaftlicher Evidenzen aufzeigte: Mit Magie gab es etwas, das nach dem Tod kommen konnte.
Gefühle spielten zwischen den beiden nie eine große Rolle.
Ihr Zusammenspiel war geprägt von gegenseitigem Respekt und einer gewissen Distanz, die vermutlich auch der Zeit geschuldet war, in der Johann aufwuchs.
Von seinem Vater lernte Johann zudem auch, das man Frauen mit Respekt und Wohlwollen zu behandeln hat.
Wenngleich Johann ihn nie als besonders emotionalen Menschen wahrgenommen hat, so war die Ehe seiner Eltern stets geprägt von Respekt, Treue und Ehrlichkeit, die er auf diese Art bis jetzt nur selten beobachten konnte.
Sein Vater lebt noch und erfreut sich bester Gesundheit. Allerdings ist er in der Zwischenzeit ebenfalls gewandert und schon lange nicht mehr in Dänemark ansässig. Mittlerweile lebt er in Deutschland. Der Kontakt zwischen den beiden Männern besteht lose.

Seine Mutter war ein starker Gegenpol zu Johanns Vater. Sie überbrückte die wissenschaftliche Distanz ihres Mannes mit Wärme und Fröhlichkeit. Sie hatte keinerlei wissenschaftlichen Ehrgeiz, aber ein feines Gespür für Stimmungen und für das, was unausgesprochen blieb.
Bis heute ist Johann sich sicher, dass das auch das Geheimnis der glücklichen Ehe zwischen seinen Eltern war – Seine Mutter verstand seinen Vater auf einer Ebene, die andere Personen einfach nicht nachvollziehen konnten. Vieles blieb unausgesprochen, doch deshalb nicht ungesagt.
Ihre Erziehung war von Liebe, Wärme und Hingabe geprägt.
Johanns Mutter erkrankte an einem Arkanrausch, als er 1880 zum ersten Mal Kopenhagen verließ und starb ein Jahr später an den Folgen der Erkrankung im Kreis der Familie.
Sie liegt in der Familienkrypta begraben.
Verwandtschaft
Ríona O'Callaghan - verstorben am 04. März 1972

Es hätte ein wunderschöner Tag sein sollen. Der Tag, an dem sie Verlobung feierten und Johann sich schlussendlich doch dazu entscheiden würde, dem Coven beizutreten, dem die Liebe seines Lebens gehörte. Doch es sollte alles anders kommen.
Anders als er und die Eltern Ríonas war sie bereits im Restaurant, als die IRA einen völlig sinnlosen Anschlag ausübte.
Als Johann gemeinsam mit seinen zukünftigen Schwiegereltern ankam, lag der Ort bereits in Trümmern und es brauchte keine zwei Blicke um sie zu erkennen. Johann versprach seinen zukünftigen Schwiegereltern, alles mögliche zu tun und sich persönlich um sie zu kümmern, doch in Wahrheit war sein Ziel nie die tatsächliche Beisetzung seiner zukünftigen Ehefrau.
Der Gerichtsmediziner hatte keine große Schwierigkeiten damit, seine Kontakte spielen zu lassen. Es gab keine Feier am offenen Sarg, sondern ein stilles Begräbnis im Rahmen der Familie, ein anonymes Grab, weil sie es sich doch so gewünscht hatte. Ihre eigenen Gedanken spielten ihm dabei in die Hände, schien ihre Familie doch achten zu wollen, was genau Ríona sich gewünscht hatte.
Sie erkannten die Lügen nicht. Und da sie keinen Blick in den Sarg geworfen hatten, war auch nicht klar, dass dieser völlig leer gewesen war.

Der Anblick der toten Ríona hatte etwas in Johann zerstört, dass bis jetzt dafür gesorgt hatte, dass er sich an die Regeln und Gesetze gehalten hatte, die seine Eltern ihm bei seinen Studien immer wieder eingetrichtert hatten. Aber nun, mit ihrem toten Körper, der ihm nie wieder Wärme spenden würde, schien die Dunkelheit unaufhaltsam.
Innerhalb weniger Monate ersteigerte der Gerichtsmediziner eine Stadtville in Dublin und überstellte die Leiche mit gefälschten Papieren dorthin. Sie ruht nun in einem nie endenden Kälteschlaf in einer Eiskammer unter dem Haus, geschützt vorm Zerfall ihrer Zellen.

Coven

Einzelgänger:in
Hat den Status inne
Verhalten & Hierarchie im Coven
Johanns Familie war von jeher keinem Coven angeschlossen – sie waren erklärte Einzelgänger, lebten und wirkten autonom und jede magische Erziehung fand ausschließlich im Familienkreis statt. Nie wurden seine Eltern oder Vorfahren Mitglied in einem Coven – das war ihnen zu sehr Bindung in fremde Strukturen. Sie wollten keinen Einfluss von außen.
Bereits früh in seiner Kindheit galt in der Familie die Maxime, sich nicht irgendwelchen fremden Hierarchien unterwerfen zu wollen. Weder weltlichen Autoritäten noch irgendwelchen magischen Zirkeln.
Johann erhielt seinen Unterricht also zu Hause, privat und abgeschirmt, entweder durch seine Eltern oder ausgewählte Mentoren, die nicht mit einem Coven verbandelt waren.

Gründe darin lagen auch in den sozialen Strukturen Kopenhagens zu Johanns Geburt. Das Stadtbild war geprägt von staatlicher Ordnung, kirchlicher Autorität und einer stark zentralisierten Gesellschaftsstruktur. Eine absolutistisch geprägte Monarchie mit festen Verwaltungsstrukturen waren Tagesordnung, genau wie eine wenig hinterfragbare kulturelle und religiöse Norm.
Die Familie wollte für sich nicht noch weitere Regeln, obwohl ein Coven auch durchaus mehr Schutz bedeutet hätte.
Allerdings hätten sie innerhalb eines Covens das Familienerbe nicht ungesehen weiter transportieren können.
Magische Ausbildung
Johann gehört keinem Coven an. Seine Ausbildung erfolgte im Elternhaus und war entsprechend intensiv auf ihn ausgerichtet.
Magisches Potenzial
hoch
Angeborene Primantie
Hydromantie & Cryomantie
Erlernte Domänen
Hydromantie & Cryomantie
Geomantie & Chloromantie
Arkanogeomantie
Luxomantie
Sanomantie
Thiasomantie
Astronomie
Familiare
Chronomantie
Nekromantie
Carnomantie
Maledicta
Kraftlinienspringen
Seelenleuchten

Charakterzüge

Charakter & Verhalten
Johann ist kein Mann, den man leicht durchschaut. Wer auf ihn trifft spürt zunächst die Ruhe – diese präzise, fast unheimliche Gelassenheit, mit der er seine Umgebung beobachtet. Er redet selten, hört genau zu und wenn er sich äußert, dann geschieht dies mit einer Überzeugung, die nur wenig Raum für Widerspruch zulassen möchte.
Er ist beherrscht. In einer Weise, die weder Zurückhaltung noch Schüchternheit bedeutet. Viel mehr ist ihm die Ausstrahlung seiner Person bewusst und er trägt sie offen in den Raum hinein, bereit, gesehen zu werden. Gleichwohl tut er dies hauptsächlich bei Menschen, nicht bei solchen, die sein bisher gut gehütetes Geheimnis aufdecken könnten.
Man kennt den Namen Rasmussen. Und mit diesem tritt er, seit er wieder in Dublin wohnt, auch wieder auf. Dort bedeutet der Name Pflichtbewusstsein und Wissen um die dunklen Domänen der Magie. Verantwortungsbewusster Umgang, Lehre uralter Überlieferungen, die von moderner Medizin profitieren könnten.
Unter Menschen hingegen ist er weitestgehend unbekannt. Dafür punktet er als Dozent, nimmt Student:innen gleichermaßen für sich ein und genießt die ungezwungene Aufmerksamkeit und vielleicht auch mal den ein oder anderen Flirt, auch wenn nie mehr passiert.
Johann versteht Menschen, ganz intuitiv, als würde er sie lesen. Er erkennt Schwächen, kalkuliert Reaktionen und streut bewusst kleine Auslöser um zu testen, wie weit er gehen kann.
Weltgewandtheit ist sein Lieblingswerkzeug und er weiß, wie man sich bewegen muss. Wann man spricht, wann man schweigt. Also bleibt er in Gesellschaft höflich, scheinbar offen, charmant und doch immer etwa ein bis zwei Schritte von seinem Gesprächspartner entfernt.

Konsequenz und Zielstrebigkeit prägen sein Denken. Wenn Johann ein Ziel für sich definiert, dann ist er in seinem Kopf bereits vollständig strukturiert, hat seinen Weg in Etappen zerlegt, analysiert und versucht jede Variable so kontrollierbar wie möglich zu gestalten.
Unordnung ist sein erklärter Feind. Sie herrscht weder in seiner Umgebung noch in ihm selbst. In seiner Welt gibt es, wenn man ihn fragt, keine Zufälle. Nur Ursache und Wirkung.
Dabei passt er sich seinem Umfeld an, weil er gelernt hat, dass überlebt, wer sich anpasst.
Doch hinter dieser Flexibilität liegt in Wahrheit Härte. Er passt sich nicht an, um zu gefallen, sondern um zu dominieren und zu verstehen, um Macht im Stillen auszuüben.

Unter der ruhigen Oberfläche liegt etwas Anderes. Etwas Kaltes, dass sich nur selten zeigt. Eine Rachsucht, die leise , aber konsequent arbeitet. Wer ihm Unrecht tut, wird nicht laut gehasst, sondern methodisch ausgelöscht und gesellschaftlich ermordet.
Es ist der Teil einer für Johann logischen Abfolge von Ursache und Wirkung. Er verzeiht nicht, weil Vergebung für ihn kein funktionaler Wert ist.
Auch Manipulation ist für ihn keine Bosheit, sondern ein notwendiges Übel. Er betrachtet sie wie ein Werkzeug: neutral, sachlich und nützlich. Menschen reagieren, wenn man sie richtig anspricht. Und so lässt er andere gerne glauben, sie hätten eine Wahl während er beobachtet, wie sie sich brav in die Richtung bewegen, die er für sie vorgesehen hat.
Er ist ehrgeizig. Aber nicht im herkömmlichen Sinn. Es geht ihm dabei nicht um Ruhm oder Anerkennung, viel mehr strebt er nach Perfektion. Darum, Systeme zu verstehen, Zusammenhänge zu ordnen und alles in Reih und Glied zu bringen. Dieser Ehrgeiz macht ihn zu einem gefährlichen Gegner – denn er wird nicht ruhen oder aufgeben, bis er sein Ziel erreicht.

In seinen Überzeugungen ist er fanatisch. Er missioniert dabei nicht, denn in den seltensten Fällen hat man damit Erfolg. Viel mehr lässt er sein eigenes Weltbild wie etwas völlig selbstverständliches erscheinen und stößt andere Menschen dabei gerade so weit vor den Kopf, dass es ihnen unangenehm ist, dass sie diesen einen Fakt nicht kannten. Egal wie belanglos er auch sein mag.
Und so sind die wenigsten Menschen für ihn echte Gegner. Ohnehin ist die Spezies Mensch ein Virus, dass sich nach und nach selbst auszulöschen versucht. Für Johann sind sie kaum mehr als Eintagsfliegen, hat er doch schon fast zwei Menschenleben auf dem eigenen Rücken.
Seine Brutalität liegt demnach nicht in physischen Handlungen, sondern im Denken. Er geht präzise vor und seine Kriegsführung ist psychologischer Natur. Und unterm Strich die Konsequenz aus Kontrolle, Disziplin und der Abwesenheit von Mitleid.
Umgang mit anderen Anderswesen
Während Johann Hexen aufgrund seiner nekromantischen Profession eher meidet und sich nur dann mit ihnen abgibt, wenn es unbedingt notwendig ist, hat er einen starken Hang zu Vampiren. Sie faszinieren ihn und er ist ihnen gegenüber offen eingestellt. Sein bester Freund und quasi Ziehsohn ist ein Vampir, den er sehr schätzt.
Die Strukturen, in denen Hexen für gewöhnlich leben, wurden ihm von Kindesalter an abtrainiert, weshalb sich der Gedanke, sich einem Coven anzuschließen, für ihn eher unangenehm anfühlt. Zudem ist ihm bewusst, dass seine aktuellen Studien und Experimente eher auf Ablehnung stoßen werden.
Allen anderen Anderswesen begegnet er mit einer gewissen Gleichgültigkeit. Zum einen, weil er nicht viele Erfahrungen mit Werwölfen hatte und für ihn sind Gestaltwandler ohnehin alle nur Baumkuschler, die wie Hippies in den Wäldern leben.
Kampfstil
In einem körperlichen Konflikt hätte Johann abseits von ein wenig erlerntem Kampfsport eher das Nachsehen. Er ist nicht besonders stark oder schnell. Aber seine Magie ist stark und er ein Gegner, der absolut emotionslos und kalkuliert reagiert.
Seine Kriegsführung ist dabei psychologischer Natur und er wird den offenen Konflikt eher meiden.
Kommt es zu dem und der Hexer kann sich unweigerlich einem Kampf nicht entziehen, so sollte man hoffen, das man weit weg von allen möglichen Wasserquellen ist, denn Johann wird sich im Zweifel auch mit der eigenen Magie zur Wehr setzen.

Inneres

Ängste & Traumata
Als seine Mutter 1880 an einem Arkanrausch starb, veränderte das Johanns Wahrnehmung gegenüber der Magie nicht maßgeblich. Für ihn war immer klar, dass sie ein sparsam eingesetztes Werkzeug sein sollte und dass seine Mutter schlichtweg einer Sucht erlegen war. Und eine Sucht war eine Krankheit. Eine, die betroffene Menschen zunächst sehr sehr lange vor ihrem Umfeld verbergen konnten, bis es schließlich zu spät war. Für Johann war diese Sucht nie in Gänze nachvollziehbar - bis zu dem Moment, in dem er den Leichnam seiner Frau vor sich liegen hatte und diese tiefe Verzweiflung sein Denken übernahm. Er selbst denkt dabei kaum über sein Handeln nach. Er macht sich nicht bewusst, dass ihn unter Umständen dasselbe Schicksal einnehmen könnte, sie damals seine Mutter. Viel größer ist die Angst davor, seine Frau nie wieder in die Arme schließen zu können. Er hat diesen Verlust nie überwunden und denkt nicht über die für ihn folgenden Konsequenzen nach.
Stärken & Schwächen
beherrscht || weltgewandt || konsequent || zielstrebig || anpassungsfähig || charismatisch
rachsüchtig || manipulativ|| dominant || ehrgeizig || fanatisch || brutal
Vorlieben & Abneigungen
Katzen || Vollmond || Schreibfedern und grüne Tinte || Motten || Bücher || Regen
Puppen || Rotwein || aufdringliche Menschen || gesellschaftliche Anlässe || Kirchen || Religion

Wusstest du, dass...

… Johanns Familie schon seit jeher neben der Primantie hauptsächlich die verbotenen Domänen der Magie lehrt, es aber eigentlich verbietet, diese aktiv anzuwenden?
… es sich dabei um ein Vermächtnis von Johanns Erblinie handelt?
… es aktive Nekromanten in seiner Familie gab, die ihrerzeit gefürchtet waren?
… Johann sich bis vor etwa anderthalb Jahren auch an die Regeln seiner Familie gehalten hat?
… er außerhalb eines Coven aufgewachsen ist und diesem Konstrukt deshalb nichts abgewinnen kann?
… er sich allgemein lieber von anderen Hexen fernhält und für sich bleibt?
… sein bester Freund und geschätztester Kollege ein Vampir ist, den er bereits vor seiner Wandlung zum Mediziner ausgebildet hat?
… Ciro für ihn quasi Familie ist?
… Johann die Fähigkeit beherrscht, Familiare zu beschwören und dafür in der Regel Raben wählt, weil er eine Schwäche für Edgar Allen Poe hat?
… die Bibliothek in der Stadtvilla zwischen 8000 und 10.000 Büchern stark ist? Darunter neben diverser Romane und Erstausgaben auch magische Werke, die er ganz offen stehen lässt?
… Johann das tut weil er glaubt, das keine Tarnung die beste Tarnung ist und man ihn bestenfalls als Sammler abtut?
... Johanns Lieblingsobst Nektarinen sind, aus denen er auch gerne Saft presst oder Likör macht?

Schlüsselmomente

Persönlicher Zeitstrahl

  • 1836 – Geburt in Kopenhagen
  • 1842–1844 – Häusliche Erziehung durch Privatlehrer
  • 1844–1848 – Bürgerschule
  • 1848–1854 – Metropolitanskolen (Lateinschule)
  • 1854–1859 – Medizinstudium Universität Kopenhagen
  • 1860–1864 – Praktischer Arzt in Kopenhagen
  • 1864–1866 – Weiterbildung Pathologie/Gerichtliche Medizin
  • 1866–1867 – Promotion (Dr. Med.)
  • 1866–1868 – Studienreisen nach Berlin und Wien
  • 1869 – Assistent am Institut für Gerichtliche Medizin
  • 1872 – Erste Veröffentlichungen
  • 1875 – Ernennung zum Stadtgerichtsmediziner von Kopenhagen
  • 1875–1879 – Privatdozent Universität Kopenhagen
  • 1879 – Publikation über Herzkrankheiten
  • 1880–1882 – Forschungsaufenthalte Berlin/Edinburgh
  • 1883 – Gastdozent in Oxford
  • 1885 – Senior Lecturer Oxford
  • 1887–1897 – Dozent für Allgemeinmedizin, University of Oxford
  • 1897 – Übersiedlung nach Dublin als Dr. Nathaniel Anders
  • 1898–1903 – Pathologe am Richmond Hospital und City Morgue, Dublin
  • 1904–1909 – Leiter der städtischen Pathologie, Beratung für Justiz und Polizei
  • 1910–1913 – Forschung und Lehre am Royal College of Surgeons in Irland
  • 1914 – taucht gemeinsam mit Ciro in der Schweiz unter
  • 1914 – Gastforscher an Universität Basel als Dr. Niels Anders
  • 1916–1918 – Forschung zu Verwesungsprozessen und Giftanalysen, Universität Basel
  • 1919 – Veröffentlichung „Die Morphologie des Todes“
  • 1920–1938 – Bleibt in Basel; Leitung einer forensischen Abteilung, Rückzug aus Öffentlichkeit, enge Zusammenarbeit mit Ciro
  • 1939 – Verlässt Basel kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs; Reise nach Irland
  • 1940 – Ankunft in Belfast, neue Identität als Dr. John Anders; Tätigkeit als Pathologe und Gerichtsmediziner
  • 1945–1960 – Etablierter Mediziner in Belfast, beratend für Polizei und Gerichte tätig
  • 1962 – Ríona und Johann lernen sich kennen
  • 1972 – Ehefrau kommt bei einem IRA-Anschlag ums Leben; Johann inszeniert ein Begräbnis, nimmt den Leichnam unbemerkt mit nach Dublin
  • 1972 – Übersiedlung nach Dublin; wird leitender Gerichtsmediziner der Hauptstadt (entspricht dem Chief State Pathologist)
  • 1998 – Leitung der Gerichtsmedizin Dublin; Lehrstuhl an der Universität; Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Ciro de Vecchio

Einstellung zum Karfreitags-Abkommen
Für die einen mag der neu gewonnene Frieden Sicherheit bedeuten. Für einen Nekromanten, der gerade versucht, ein Heilmittel gegen den Tod zu finden ist er ein eher schlechtes Zeichen. Johann begutachtet die Situation mit einer gewissen Neugierde und dem Wissen eine Mannes, den der fehlende Deckmantel nun genauso betrifft wie alle anderen. Umbruch bedeutet im Zweifel mehr Kontrollen und mehr Kontrollen bedeuten, dass es ihm auf Dauer nicht möglich sein wird, hier und da Leichen verschwinden zu lassen.
Entsprechend ist Johann stark daran interessiert, in den politischen Gegebenheiten mitzumischen, auch wenn er dadurch Gefahr läuft, entdeckt zu werden. Aber auch dafür hat er bereits Pläne, denn das Überleben in einem so langen Zeitraum und über zwei Weltkriege hinweg erfordert nur einmal, das man sich selbst der nächste ist.
Coven-Beitritt:

Fähigkeiten

Kraftlinienspringen:
8
Nekromantie:
8
Hydromantie & Cryomantie:
8
Arkanogeomantie:
8
Carnomantie:
8
Miragomantie:
8
Vitasomantie:
7
Okkultes Wissen:
7
Sanomantie:
6
Aufmerksamkeit:
6
Familiare:
5
Maledicta:
5
Astronomie:
5
Seelenleuchten:
5
Wilde Magie:
5
Luxomantie:
4
Körperkraft :
4
Reaktionsschnelligkeit:
3
Waffenkenntnis:
3
Chronomantie:
3
Geomantie & Chloromantie:
2
Thiasomantie:
2